Krankenhaus-Investitionen in Steine und Beine

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Die St. Matthäus-Gemeinde kam am Sonntagmorgen nach der heiligen Messe zum Neujahrsempfang im Pfarrsaal zusammen. ▪

ALTENA ▪ Der Dialogprozess, das Krankenhaus und die Friedhöfe waren die Themen beim Neujahrsempfang der Kirchengemeinde St. Matthäus am Sonntag im Pfarrsaal.

Nach der Messe, mitgestaltet vom Kirchenchor, begrüßte Christiane Frebel vom Gemeinderat die Gäste, zu denen Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und Hans-Christian Vatteroth, neuer Geschäftsführer des St. Vinzenz-Krankenhauses, gehörten. Frebel gab einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr und den Dialogprozess, der von vier Vertretern der Gemeinde in den Bistumsforen begleitet wird. „Kirche soll näher bei den Menschen sein“, dieser Wunsch aus den Gemeinden müsse umgesetzt werden.

Dietmar Flusche vom Kirchenvorstand informierte die Anwesenden über den Zustand der Immobilien und Friedhöfe. Froh sei er darüber, dass die leerstehende St. Thomas-Morus-Kirche nun durch die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft genutzt werde. „Die Schützen füllen das Gebäude mit Luft, Wärme und Leben und das ist gut so“, berichtete Flusche. Unklar sei noch, wie es mit St. Paulus weiter gehe. Die Friedhofskapelle sei inzwischen abgerissen worden, auf dem Friedhof würden keine Beisetzungen mehr vorgenommen, die letzte Ruhefrist dort ende aber erst 2038. Die größte Sorge bereite aber der Friedhof am Breitenhagen. 150 Wahlgrabstätten können dort nicht mehr vergeben werden. Der Friedhof soll verkleinert werden, um Kosten zu sparen, auch über die Errichtung von Kolumbarien zur Urnenbestattung wird nachgedacht. Die Orgel von St. Josef Nachrodt werde zur Zeit mit Hilfe von Spendengeldern, aber auch durch einen erheblichen Teil aus Rücklagen der Gemeinde re-stauriert und die Gemeinde werde durch die steigenden Energiekosten weiter belastet. Daher dankte Flusche all denen, die die Gemeinde durch Spenden oder ehrenamtliches Engagement unterstützen.

Anschließend begrüßte Pfarrer Ulrich Schmalenbach den neuen Geschäftsführer des St. Vinzenz-Krankenhauses, Hans-Christian Vatteroth. Der gebürtige Arnsberger, der nun in Dortmund lebt, dankte der Bevölkerung für ihren Kampf um das Hospital. Er sei froh, in Zusammenarbeit mit Chefarzt Dr. Jens Linderhaus die beiden letzten vakanten Arztstellen besetzt zu haben: „Wir haben in Steine und Beine investiert.“ Außer neuen Mitarbeitern habe das Krankenhaus vor Weihnachten ein neues, technisch hochwertiges Ultraschallgerät erhalten. „Damit sind wir in der Ultraschalldiagnostik sehr gut aufgestellt und brauchen uns nicht vor anderen zu verstecken“, erklärte er.

Pfarrer Schmalenbach erwähnte in seiner Ansprache die Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche und bat, ein Urteil erst zu fällen, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen.

Für das Jahr 2013 kündigte der Pfarrer ein Jubiläumskonzert des Kirchenchores an, der im vergangenen Jahr bereits den 100. Geburtstag gefeiert hatte. Auch die KFD kann auf ihr 125jähriges Bestehen zurückblicken, gefeiert werden soll am 26. Mai. Ein gemeinsames „Pfarr-Oktoberfest“ ist für den 21. September geplant. Nach dem offiziellen Teil wurden die Gäste mit einem deftigen westfälischen Essen bewirtet. ▪ Silvia Sauser

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