In der Burg Holtzbrinck

Neujahrsempfang in Altena: Großer Applaus für die Feuerwehr

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Gut besucht war am Sonntag der Neujahrsempfang der Stadt Altena.

Altena - Beim Neujahrsempfang der Stadt Altena in der Burg Holtzbrinck gab es großen Applaus für die Feuerwehr. Die darf sich nach den vielen Einsätzen im vergangenen Jahr auf ein Dankeschön der Stadt freuen.

Zu Beginn bedankte sich Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein bei Merle Vokkert – die Pastorin hatte ihren Urlaub frühzeitig abgebrochen, um ihren erkrankten Kollegen Jürgen Ruck beim ökumenischen Gottesdienst zum Auftakt des Neujahrsempfangs zu vertreten.

Nur gelegentlich bezog sich Hollstein in seinen Ausführungen auf kritische Einwürfe des AK zur Jahreswende. So stellte er sich schützend vor die Ratsfraktionen, in denen engagiert für das Wohl der Stadt gearbeitet werde. Natürlich werde in der Politik auch gestritten – „aber nicht um des Streites Willen, sondern um die Stadt voranzubringen“. Zur Burg Holtzbrinck sagte er, dass es bei Gesamtkosten von 1,4 Mio. Euro bleibe, von denen die Stadt wegen der Bezuschussung durch das Land nur 280.000 Euro selber zahlen müsse.

Die Kritik, es fehle an Visionen für die Innenstadt, entgegnete Hollstein mit Hinweis auf den zunehmenden Onlinehandel, der sich vor allen in den kleineren Städten auf den Handel auswirke. Weder Wissenschaftler noch darauf spezialisierte Fachplaner hätten bisher Antworten auf diese Entwicklung gefunden. In Altena hänge vieles von der weiteren Entwicklung des Stapelcenters ab. Dass es dort seit dem Eigentümerwechsel vor einem Jahr keinerlei Bewegung gibt, sei „traurig“.

Natürlich warf das Stadtoberhaupt einen Blick zurück auf 2018 und bezeichnete die finanzielle Entwicklung der Stadt als positiv. Von einst über 70 Mio. habe sich der Schuldenberg auf 63 Mio. Euro verringert – „da müssen wir weiter dran arbeiten“. Dass das gelingen werde, liege auch an der nach wie vor guten wirtschaftlichen Lage mit einer niedrigen Arbeitslosenquote und guter Nachfrage nach Grundstücken im Gewerbepark Rosmart.

Für Musik sorgten Ina Wohlgemuth und Volker Spitz mit Freunden.  

Von „qualitativer Schrumpfung“ sprach Hollstein, als er sich mit der Einwohnerentwicklung beschäftigte. Einerseits sinke sie langsamer als früher, andererseits gebe es sogar Zuwachs bei den unter 18-Jährigen und in der Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen. Das sorge dafür, dass in der Stadt wieder mehr Leben herrsche.

Großen Applaus erhielt der Bürgermeister, als er sich bei der Feuerwehr bedankte: Die habe durch die Mitarbeit am Brandschutzbedarfsplan und die Gründung der Kinderfeuerwehr nicht nur die Weichen für die Zukunft gestellt, sondern bei der Bekämpfung der Waldbrände am Hegenscheid und am Wixberg extrem großen Einsatz gezeigt. Rat und Verwaltung würden sich dafür im Sommer mit einer Grillparty für die Wehr bedanken, kündigte er an.

Natürlich sei die große Aufmerksamkeit, die Altena im vergangenen Jahr national wie international genossen habe, eine Ehre, sagte Hollstein. Dabei gehe es aber nicht um ihn, sondern um die Stadt und ihre Bürger. Zum „Global Mayors Summit“ der Uno sei beispielsweise explizit nicht er als Dr. Andreas Hollstein, sondern der „Mayor of Altena“ eingeladen worden.

Hollstein ging auch auf die Proteste in Frankreich ein. Sie würden dadurch begünstigt, dass Menschen im ländlichen Raum sich abgehängt fühlten. Das gelte für Deutschland und Altena nicht minder, sagte er mit Hinweis auf den Ausbau des schnellen Internets, Wegen solcher Themen wie Homeoffice und Telemedizin müsse durchaus „bis zur letzten Milchkanne“ ein Glasfaserkabel liegen.

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