Bürgermeister Dr. Hollstein sieht „Grund zur Hoffnung“

Eher ideeler Natur ist der Bürgerpreis: Bürgermeister Hollstein überreichte Helmut Rittinghaus (l.) neben der Urkunde einen Wandteller. Von der Baugesellschaft gab es Gutscheine für Besuche im Apollo-Kino und im Café Merz. Foto: Sauser

ALTENA - Die Stadt sei sich mit dem Inhaber des Schrottplatzes handelseinig und es gebe „deutliche Anzeichen“ für eine positive Entwicklung des Stapelcenters noch im ersten Halbjahr - gute Neuigkeiten präsentierte der Bürgermeister den Besuchern des Neujahrsempfangs. Aber auch eine schlechte.

Von Thomas Bender

Die Gewerbesteuereinnahmen lagen 2013 eine Million Euro hinter den Erwartungen zurück. Nicht zuletzt deshalb richtete Hollstein in seiner Neujahrsansprache am Sonntag mahnende Worte an die anwesenden Landtagsabgeordneten Michael Scheffler und Thorsten Schick sowie die Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag und Christel Voßbeck-Kayser: Es sei gut zu hören, dass die Große Koalition die Finanzausstattung der Kommunen verbessern wolle.

Allerdings müsse auf eine gerechtere Verteilung geachtet werden. „Es muss nach Bedürftigkeit und nicht nach Größe gehen“, sagte er unter dem Applaus der Zuhörer in der Bürgerburg. In deren Foyer war kein Platz mehr frei, Vertreter aller gesellschaftlich relevanten Gruppen waren erschienen. Ihnen dankte Hollstein pauschal für ihr Engagement im vergangenen Jahr und hob dann einige besonders hervor: die Feuerwehr für ihren Einsatz bei mehreren Großbränden, das Krankenhaus („Es ist jetzt auf einem deutlich besseren Weg.“) und die Schützen.

Gute Vorsätze zum Jahreswechsel seien stets auch ein Ausdruck von Hoffnung auf eine bessere Zukunft – mit diesen Worten griff Hollstein Gedanken auf, die Diakon Voß im dem Empfang vorangegangenen ökumenischen Gottesdienst geäußert hatte. „Wir hier in Altena haben Grund zur Hoffnung“, sagte Hollstein mit Blick auf das Jahr 2014. Er erwähnte die sich abzeichnende Belebung im unteren Teil der Stadt und appellierte an die Besucher des Empfangs, die Geschäfte, die dort entstehen, durch ihre Einkäufe zu unterstützen.

„Ein Fest für alle Altenaer“ versprach der Bürgermeister für Ende April: Am 26. April wird der Burgaufzug offiziell eingeweiht. Es folgt ein Feier-Wochenende in der Innenstadt, an dessen Gestaltung die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft maßgeblich beteiligt ist. „Nehmen Sie sich an diesem Wochenende besser nichts anderes vor“, riet Hollstein seinen Zuhörern und zerstreute Befürchtungen, es könne in der Endphase zu Problemen kommen: „Wir liegen im Zeitplan. Wir kriegen das hin.“

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang vom Chor Intermezzo unter der Leitung von Maidi Langenbartels.

Helmut Rittinghaus wurde im Rahmen des Neujahrsempfangs mit dem Bürgerpreis 2013 ausgezeichnet. Rat und Verwaltung würdigten damit das mannigfaltige ehrenamtliche Engagement des ehemaligen Leiters der Stadtkasse.

Seit Jahrzehnten ist der Rahmeder Vorsitzender des Ortsverbandes Altena des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge. In dieser Eigenschaft organisiert er die Gedenkveranstaltungen am Volkstrauertag – eine wichtige Aufgabe, wie Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein in seiner Laudatio betonte. Das Gedenken an den Ehrenmälern diene schließlich auch dazu, das Bewusstsein über Leid und Schrecken des Krieges wach zu halten.

„Für Frieden und Menschennähe“ stehe auch ein Gebäude, für dessen Wiederaufbau sich Rittinghaus ein Jahrzehnt lang stark engagiert habe, sagte Hollstein und meinte damit die Dresdner Frauenkirche. Um die Jahrtausendwende gründete der Bürgerpreisträger auf lokaler Ebene einen Förderverein zur Unterstüzung des Wiederaufbaus des Dresdner Wahrzeichens.

Darüber hinaus engagiert sich Rittinghaus in der SGV-Abteilung Rahmede. Er war auch Mitbegründer des Heimatvereins Rahmede und gilt als „kleiner Bürgermeister“ dieses Stadtteils. Zu Tränen gerührt „und irgendwie sprachlos“ war Rittinghaus in seiner Dankesrede. Er betonte, dass er sein Engagement ohne die tatkräftige Unterstützung seiner Ehefrau Dorothee nie hätte leisten können und dankte auch anderen Mitstreitern wie etwa dem fast komplett erschienen Vorstand des SGV Rahmede.

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