Neugierig: Elf Frauen besuchen die Firma Selter

Thomas Selter erklärte den Frauen die einzelnen Produktionsschritte sehr anschaulich.

ALTENA ▪ Thomas Selter hatte gestern in Dahle eine Verabredung mit elf Frauen aus Hagen. „Wir sind einfach neugierig“, erklärte Elke Wilhelms. Sie leitet im Hagener „Treffpunkt für Kreative“ zwei Strickgruppen und mit denen fuhr sie nach Dahle, um sich in der Firma Gustav Selter GmbH & Co. KG anzuschauen, wie Strick- und Häkelnadeln gefertigt werden.

Der Geschäftsführer Thomas Selter selbst übernahm die Führung durch seinen Betrieb. „Das ist das zweite Mal, dass wir so etwas machen“, berichtete er im Gespräch mit der Redaktion, und es mache ihm viel Spaß. Zunächst klärte er die Frauen bei Kaffee und belegten Brötchen über die Firmengeschichte auf. Die Selter GmbH & Co. KG ist seit 180 Jahren in Familienbesitz, Thomas Selter leitet die Firma in vierter Generation. „Wir haben alle Auf und Abs mitgemacht“, so Selter. Seit zehn Jahren jedoch könne ein ständiges Wachstum verzeichnet werden. Rund 120 Mitarbeiter beschäftigt Selter heute. Das sei aber nicht allein den Nadeln zu verdanken, mit dem zweiten Standbein, den Werbeartikel, sei die Firma ebenfalls sehr erfolgreich. Thomas Selter verstand es, seinen Vortrag locker zu halten. Er erzählte die eine oder andere Anekdote und bewies immer wieder, dass er strickende Frauen versteht. „Vieles entsteht auf Kundenwunsch.“

Dann führte er die Gruppe durch das Firmengebäude: Vorbei an der Ahnengalerie – dort sind Thomas Selter selbst, sein Vater, sein Opa und sein Uropa als Karikaturen verewigt – ging es zunächst ins Lager und dann in die Produktion. Die Hagenerinnen lauschten aufmerksam Selters Ausführungen, nahmen Material auch mal in die Hand und stellten zwischendurch immer wieder Fragen.

„Es ist sehr interessant“, meinte Maren Wilhelms auf Nachfrage. Mit 23 Jahren war sie die jüngste in der Gruppe. „Herr Selter erklärt die Dinge sehr anschaulich.“ „Es ist ganz toll und sehr informativ“, sagte Elke Wilhelms. Und: „Er strahlt unheimlich was aus – Wärme zu seinen Angestellten.“ Barbara Schneider lobte, dass bei Selter der Inhaber persönlich die Führung machte. „Das rechne ich ihm hoch an, das macht noch lange nicht jeder“, meinte sie und mutmaßte: „Er ist ein Chef mit Leib und Seele.“ ▪ Ilka Kremer

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