Neues Logo, neue Farben: So will St. Matthäus eine Gemeinde aus einem Guss werden 

+
Das neue Logo der Kirchengemeinde.

Altena - Das Sauerland ist Schwarz- Gelb oder Blau-Weiß. Jeder Fußballfan verbindet diese Farben mit den Revier-Klubs Borussia Dortmund und Schalke 04. Auch Firmen machen ihre Unternehmensidentität häufig an Farben fest. Darauf setzt jetzt auch die katholische Gemeinde St. Matthäus.

Nick Benndorf arbeitet als unabhängiger Grafikdesigner in Leipzig. Das Sauerland kennt er nicht, war noch nicht dort. Doch jetzt hat er ein neues aussagekräftiges Logo erarbeitet. Für das Sauerland. Genauer: für die Kirchengemeinde St. Matthäus und ihre Filialkirchen in Evingsen und Nachrodt-Wiblingwerde. 

Seine klaren Linien, Striche und Farbspiele entstanden aber nicht in Leipzig, sondern am Schreibtisch in Neuseeland. Dort lebt und arbeitet der Mann aus Mitteldeutschland zurzeit. 

Wie kam St. Matthäus auf Benndorf und ein eigenes Logo? „Im Rahmen unseres laufenden Pfarrentwicklungskonzeptes haben wir uns entschieden, für unsere zusammenwachsenden drei Gemeinden ein neues gemeinsames Logo zu entwickeln“, sagt Stefan Kemper. 

Gemeinsam mit weiteren Gemeindemitgliedern besuchte der Vorsitzende des Dekanatsrates Lüdenscheid-Altena verschiedene Bistums-Veranstaltungen und traf dort auf eine junge Grafikdesignerin. Im Gespräch habe man sich über ein mögliches neues Logo, das das Zusammenwachsen von Altena, Evingsen und Nachrodt auch optisch symbolisieren sollte, unterhalten. 

Der Macher: Nick Benndorf hat das Logo am PC in Neuseeland entworfen.

Nur: Die junge Frau war zu beschäftigt und empfahl deshalb Nick Benndorf. Die Kontaktaufnahme für diese Auftragsarbeit sei über Internet und Mail sehr einfach gewesen, die laufende Abstimmung später auch. Es habe keine Rolle gespielt, dass Benndorf zurzeit in Neuseeland lebt und dort arbeitet, sagt Kemper. 

Die Verantwortlichen von St. Matthäus sandten ihm per Mail ihre Ideen zu und der junge Mann setzte sich Tausende von Kilometern vom Sauerland entfernt vor den Computer. „Es hat nicht lange gedauert, da hat er geliefert“, sagt Kemper. Man habe sich besprochen und sei dann den Entwürfen des jungen Mannes freudig gefolgt. „Gesehen oder getroffen habe ich den Mann aber nie.“ 

Das neue Pfarrei-Logo soll nicht nur auf Briefbögen verwandt werden. Es ist geplant, es an allen kirchlichen Gebäuden anzubringen. Auch auf Plakaten, Flyern, in der Beschilderung kirchennaher Einrichtungen wie Kindergärten oder an Friedhofskapellen wird es bald zu finden sein. 

Warum sich St. Matthäus einen neuen Anstrich in Sachen Außenpräsentation gibt, erklärt Kemper so: Bisher habe es für jeden Gemeindestandort ein eigenes Logo gegeben. Das sei aber nicht wirklich bekannt gewesen. Angelehnt an den Pfarrentwicklungsprozess und dessen Thema „Menschen bewegen – Kirche gestalten“ tue es Not, in Bild, Wort und Symbolik wie aus einem Guss aufzutreten. Das sei, so ist der Vorsitzende des Dekanatsrates überzeugt, auch mit den im Logo verwendeten Farben gelungen. 

So wählte Benndorf ein tragendes Blau als Farbe des Vertrauens und der Verlässlichkeit. Die Gelb- und Brauntöne wirken seiner Beschreibung nach „beruhigend, wohnlich und erdend“. Unterlegt hat der Grafiker das Logo mit verschiedenen Graustufen. „Das bildet den Kontrast zu den starken Primärfarben und wirkt dazu edel und modern“, sagt Benndorf. 

Die Verantwortlichen von St. Matthäus mussten bei der Vergabe des Auftrages mit begrenzten Mitteln wirtschaften. „Wir sind sehr zufrieden, wie schnell und im Grunde auch günstig das alles entstanden ist“, sagt Kemper, will aber keine konkrete Summe nennen. Man sei sich einig: Das vom Kreuz in der Mitte dominierte, neue Erkennungszeichen „ist klar, vermittelt unsere Werte, ist aber nicht zu verspielt oder abstrakt."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare