Gesamtinvestition liegt bei rund 250.000 Euro

Neues Löschfahrzeug für die Wache in Rosmart

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein übergab das 13,5 Tonnen schwere Löschfahrzeug an die Feuerwehr. - Fotos: Krumm

Altena - Mehr Löschwasser, ein Frontwerfer und Selbstschutzdüsen: Bei strahlendem Sonnenschein stellten Feuerwehrleute aus Altena und Umgebung am Sonntag ein neues Löschfahrzeug für die Wache in Rosmart offiziell in Betrieb.

Die Ausrüstung entspricht dem Auftrag: Rund zwei Drittel der Fläche von Altena seien Waldgebiete – da brauche die Feuerwehr ein angemessenes Fahrzeug, das auch zur Bekämpfung von Waldbränden geeignet sei, sagte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. 

Er übergab das Fahrzeug zunächst an Stadtbrandinspektor Alexander Grass, dessen Lob sich nicht nur an die Rosmarter Kameraden richtete: „Ihr macht eine Top-Arbeit!“

Das Fahrzeug gab der Stadtbrandinspektor sofort weiter an die Löschgruppe Rosmart. Es stammt von der Firma Schlingmann – Spezialisten für Feuerwehrfahrzeuge aller Art, die auf der Basis von Mercedes-Nutzfahrzeugen gebaut werden. 

Das neue Fahrzeug der Wache Rosmart wiegt 13,5 Tonnen, es hat einen 300-PS-Motor, und der Tank fasst 3000 Liter Wasser. Das sind 1200 Liter mehr, als das Vorgängerfahrzeug tragen konnte – ein Unimog von 1983, der das Mindestalter von Oldtimern schon vor vier Jahren erreichte.

Geeignet ist das Fahrzeug für Einsätze aller Art. Es verfügt aber speziell für den Einsatz bei Waldbränden über einen Frontwasserwerfer für den Frontalangriff auf das Feuer, der 1200 Liter pro Minute auswerfen kann. Selbstschutzdüsen schützen die Reifen vor brennendem Waldboden. Eine tragbare Feuerlöschpumpe ergänzt die Möglichkeiten und erhöht die Beweglichkeit im Einsatz: Die Pumpe wiegt nur noch 125 und nicht mehr wie bisher 200 Kilogramm.

Der Preis für das Fahrzeug lag bei knapp 200 .000 Euro – dazu kamen noch gut 50.000 Euro für die Ausstattung bis hin zu Rucksäcken für den Einsatz bei einem Waldbrand. Das Löschfahrzeug erfüllt zudem die Euro-6-Norm – ein lungenfreundliches Detail, das weder bei Einsätzen, noch im Altenaer Stadtgebiet eine Rolle spielt.

Bürgermeister Andreas Hollstein sicherte zu, dass sich die Stadt auch zukünftig um eine rechtzeitige Ersatzbeschaffung von Einsatzfahrzeugen bemühen werde. Einen Modernisierungsstau dürfe es in diesem Bereich nicht geben.

Im Rahmenprogramm zur Übergabezeremonie präsentierten der ehemalige Löschgruppenleiter Jens Peter Fischer und Wolfgang Ising traktorgezogene Löschanhänger, von denen der Ältere noch aus der Zeit um 1900 stammte. Ein Vergleichstest mit seinem modernen Nachfolger blieb diesem alten Schätzchen glücklicherweise erspart.

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