Flüchtlinge pauken deutsche Sprache in ehemaliger Hauptschule in Rahmede

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Deutschkurse finden im Auftrag des Jobcenters MK und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in der ehemaligen Hauptschule in der Rahmede statt.

Altena - Knapp zwei Dutzend junge Männer „pauken“ zurzeit die deutsche Sprache in den ehemaligen Räumen der ausgelaufenen Hauptschule Rahmede am Nüggelnstück 3.

Möglich macht das die Euro Schulen Westfalen GmbH, die hier einige Räume speziell für den Sprachunterricht angemietet hat. Bisher mussten Flüchtlinge aus Altena in Lüdenscheid oder Iserlohn die deutsche Sprache im Rahmen des vorgeschriebenen Integrationskurses Deutsch erlernen.

Mit dem Angebot am Nüggelnstück entfällt für sie die Fahrerei, allerdings liegt die aufgegebene Schule nicht gerade „zentral“, wie es aus der Verwaltung der Euro Schulen Westfalen GmbH, Iserlohn, einschränkend hieß. Tätig wird der Bildungsträger, der zur Eso Education Group gehört und nach eigener Aussage einer der größten privaten Bildungsanbieter in Deutschland ist, im Auftrag des Jobcenters Märkischer Kreis. Ein weiterer Auftraggeber ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, BAMF.

Sind die Integrationskurse, die maximal 600 Unterrichtsstunden umfassen für ein Asyl-Anerkennungsverfahren zwingend, bietet die Euro Schulen Westfalen GmbH auch Sprachkurse auf einem niederschwelligeren Niveau an. Der Integrationskurs schließt nämlich mit dem Zertifikat Deutsch (Level A2-B1) ab und ist zwingend für eine spätere Einbürgerung notwendig. Unterrichtet werden die Flüchtlinge in den Vormittagsstunden. Im ehemaligen Schulgebäude gibt es zudem ein Büro der Euro Schulen. Ob der Unterricht noch weiter ausgeweitet werden kann und soll, dazu gab es gestern noch keine abschließende Auskunft aus der Zentrale in Iserlohn.

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