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Neues Kreisarchiv: So läuft‘s auf der Baustelle

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Von: Thomas Keim

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Die Fassade des neuen Kreisarchivs an der Bismarckstraße in Altena wird nach und nach ihre endgültige Gestalt annehmen. Die Arbeiter auf der Baustelle sind derzeit dabei, die Außenhülle des Gebäudes zu dämmen.
Die Fassade des neuen Kreisarchivs an der Bismarckstraße in Altena wird nach und nach ihre endgültige Gestalt annehmen. Die Arbeiter auf der Baustelle sind derzeit dabei, die Außenhülle des Gebäudes zu dämmen. © Thomas Keim

Viel los ist auf der Baustelle fürs neue Kreisarchiv in Altena. Innen und außen schreitet das Millionen-Projekt voran.

Altena – „Es wuselt im Moment ganz schön“, beschreibt Ilona Gruß die Situation an der Bismarckstraße. Die Architektin in Diensten des Märkischen Kreises begleitet die Bauarbeiten, wirft regelmäßig einen Blick auf den Baufortschritt. Dort entsteht seit Juni 2020 ein neues Kreisarchiv und eine neue Landeskundliche Bibliothek.

Außen und innen tut sich viel: Derzeit sind die Arbeiter auf der Baustelle dabei, die Fassade zu dämmen. Sie ist deshalb eingerüstet. Als „fast fertig“ gilt dagegen bereits die Lüftungsanlage für die drei Archivgeschosse. Sie wird dafür sorgen, dass die historischen Dokumente später unter Bedingungen aufbewahrt werden, die einem langen Leben zuträglich sind und dazu beitragen, dass auch kommende Generationen Zugriff auf die Unterlagen und Akten haben: korrekte Temperatur, korrekte Luftfeuchtigkeit. Das sind dabei ganz wesentliche Faktoren.

Platz für Tonnen von Dokumenten

Es laufen auch Elektro- und Sanitärarbeiten „und die Fenster sind drin“, berichtet Ilona Gruß. Mit anderen Worten: Es geht voran am ehemaligen Standort des Schmalenbach-Berufskollegs.

Dass hier einmal Tonnen von Akten und Dokumenten lagern werden, deuten Schienen an. Sie sind erkennbar am Boden der künftigen Archivgeschosse und dienen nicht etwa dem Güterverkehr. Hier werden die Rollregal-Anlagen Platz finden.

Der Innenausbau des neuen Kreisarchivs in Altena kommt ebenfalls voran, hier das Geschoss auf Höhe der Bismarckst
Der Innenausbau des neuen Kreisarchivs in Altena kommt ebenfalls voran, hier das Geschoss auf Höhe der Bismarckstraße. © Ilona Gruß

Im oberen Geschoss des Neubaus wird derweil der Innenputz angebracht, außerdem werden im Trockenbau Wände gestellt. Es folgen der Estrich im Archivgeschoss und die Fußbodenheizung in den oberen Etagen. Dies wird aber noch eine Weile dauern, denn zunächst müssen die Trockenbauarbeiten abgeschlossen sein.

Architektin: Arbeiten im Zeitplan

Man liege mit den Arbeiten aber im Zeitplan, berichtet Ilona Gruß. Während vielerorts über Lieferschwierigkeiten geklagt wird, scheint sich dieses Problem auf der Baustelle an der Bismarckstraße kaum bemerkbar gemacht zu haben, nur beim Dämmmaterial hakte es ein wenig. „Wir hatten insgesamt kaum Probleme mit Lieferschwierigkeiten, weil wir die Aufträge frühzeitig vergeben haben“, blickt Ilona Gruß zurück.

Für den Neubau des Kreisarchivs und der Landeskundlichen Bibliothek spricht der Märkische Kreis aktuell von einem Sechs-Millionen-Projekt. Ursprünglich waren die Planer von knapp 4,5 Millionen Euro ausgegangen. 2019 erfuhren die Mitglieder des Kreis-Bau- und Straßenausschusses dann, dass der Neubau knapp 930 000 Euro teurer werden und rund 5,3 Millionen Euro kosten würde.

Neues Kreisarchiv: Mehr Platz, höhere Kosten

Gründe für den Preisanstieg, so der Architekt Dirk Wohlrath damals im Ausschuss, seien in erster Linie die gestiegenen Baukosten im Vergleich zur ersten Kostenschätzung, mehr Vergaben bei der Planung und ein auf 7200 Kubikmeter umbauten Raum angewachsene Bauvolume. „Wir mussten einsehen, dass wir das mit unserem Personal nicht stemmen können“, ergänzte Manfred Fischer, Gebäudemanager beim Märkischen Kreis, damals zu den Gründen, warum mehr Platz benötigt wurde.

Vorteil der Neuplanung: Jetzt können alle Bestände des Kreisarchivs und der Landeskundlichen Bibliothek in dem Neubau unter einem Dach ein neues Zuhause finden. Es gibt sogar noch Reserveflächen, die in Zukunft genutzt werden können. Der Kreis geht zudem von einer bis zu 40-prozentigen Förderung der Gesamtbaukosten durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe aus.

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