Neues Kreisarchiv: Darum gefällt es vielen Bürgern nicht

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Wo heute das Eigen-Schmalenbach-Kolleg steht, soll das neue Kreisarchiv hin.

Altena – Die Pläne fürs neue Kreisarchiv gefallen vielen Altenaern nicht. Es geht um die Fassade - und was ihr fehlt.

Immer wieder habe er von Bürgern gehört, dass sie mit der geplanten Optik des neuen Kreisarchiv-Gebäudes an der Bismarckstraße Probleme hätten. Das stellte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein im Ausschuss für Stadtentwicklung fest. Die Politiker dieses Gremiums mussten grünes Licht für eine Bebauungsplan-Änderung geben. 

Die Planungen sehen vor, dass nach dem Abriss des Eugen-Schmalenbach-Kollegs nur noch ein Drittel der bisherigen Flächen neu bebaut werden soll. Zudem ist das geplante neue Kreisgebäude nur noch drei- statt viergeschossig. 

Von der Stadt weithin sichtbar

Öffentliche Kritik entzündete sich hauptsächlich daran, dass es im Untergeschoss, das zur Rückseite im Hang verschwindet, aber von der Stadtseite aus fast von überall zu sehen ist, so gut wie keine Fenster gibt. Die sind aber nicht nötig, weil dort ausschließlich Archivmaterial gelagert werden soll, erläuterte Stadtplaner Roland Balkenhol. 

Hollstein: „Wir schlagen als Verwaltung dem Märkischen Kreis nun vor, den unteren Gebäudeteil zu begrünen. Entweder durch Pflanzen am Gebäude oder Bäume, die man davor setzen könnte.“

Scholz: „Hässliches will doch ernsthaft niemand.“ 

Uwe Scholz, CDU, freute sich über den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Stadt und meinte, mit der Begrünungsauflage könne man gut leben. Ein Zweckbau sei selten schön. Aber man müsse auch nicht bewusst so bauen, dass ein Gebäude von der Bürgerschaft nicht angenommen werde. „Hässliches will doch ernsthaft niemand.“ 

Jetzt muss der Rat über die Verabschiedung eines vereinfachten Bauverfahrens befinden. Dann könnte das Gebäude schon Ende 2020 stehen.

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