Neues Spielgerät mit Pfiff

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Nicole Walther (links) und Simone Steuber vom Fördervereinstellten den Antrag für das Spielgerät. Es danken die Kinder und Kindergartenleiterin Inge Harneid (rechts).

ALTENA -  Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr – das zeigte sich jetzt einmnal mehr, und zwar am evangelischen Kindergarten Rahmede.

Von Thomas Bender

„Ich hätte höchstens die Hälfte beantragt“, gesteht dessen Leiterin Inge Harneid. Gut, dass der Förderverein keine halben Sachen machen wollte und beim Antrag auf die Bezuschussung eines neuen Spielgerätes den vollen Kaufpreis einsetzte. Acht Wochen später kam ein Anruf aus Hamburg: 10 000 Euro stellte der Verein „Ein Herz für Kinder“ für das Spielhaus mit vielen Klettermöglichkeiten zur Verfügung, das inzwischen auf dem Außengelände der Einrichtung aufgebaut wurde.

Der entscheidenden Tipp kam vom Vertreter der Herstellerfirma. Als der erfuhr, dass sich weder Träger noch Förderverein das teure Spielgerät leisten konnten, wies er auf die Fördermöglichkeiten des Vereins hin. „Ein Herz für Kinder“ hat seit 2001 insgesamt 228 Kitas unterstützt. Zwei Drittel der Spenden-Millionen, die der Verein sammelt, bleiben in Deutschland und werden nach eingehender Prüfung unter anderem eingesetzt, um Wünsche von Schulen und Kindergärten zu erfüllen.

„Man glaubt je nicht, was sowas kostet“, sagte Inge Harneid, als sie das neue Spielgerät gestern gemeinsam mit Nicole Walther (Vorsitzende des Fördervereins) und Simone Steuber (Kassiererin) vorstellte. 10 000 Euro sind der reine Anschaffungswert. Die Montage hat weitere 3 000 Euro verschlungen – dieses Geld kam aus der Kasse des Fördervereins. Jetzt fehlt noch der Fallschutz. Den lässt die evangelische Kirchengemeinde als Trägerin des Kindergartens in den Ferien installieren, damit die Kinder das Kletterhaus mit Beginn des neuen Kindergartenjahres tatsächlich auch benutzen können.

Inge Harneid dankte gestern dem Förderverein ganz herzlich für sein Engagement: Ohne den couragierten Einsatz von Nicole Walther und ihrem Team hätte das Außengelände nicht derartig aufgewertet werden können. Der etwas ideenlose Spielplatz hinter dem Kindergarten war Eltern wie Erzieherinnen schon länger ein Dorn im Auge.

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