Neues DRK-Heim: Helfer und Fahrzeuge endlich an einem Ort

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Das DRK-Heim nebst Fahrzeughalle am Brachtenbecker Weg.

Altena – Endlich vereint: Im neuen DRK-Heim am Brachtenbecker Weg finden Helfer Und Fahrzeuge ein Zuhause. Dazu gehören auch drei Fischteiche. Nicht nur die will das DRK loswerden.

Das hat auch nicht jeder DRK-Ortsverein: Drei Fischteiche am Brachtenbecker Weg nennt das DRK Altena/Nachrodt-Wiblingwerde seit Juli sein Eigen. „Die würde ich gerne loswerden“, meint Vorsitzender Mike Kernig. Und die Teiche sind nicht der einzige Grundbesitz, von dem sich die Hilfsorganisation zeitnah trennen möchte. Auch das DRK-Heim an der Lüdenscheider Straße 10 steht zum Verkauf. 

Hintergrund ist der Umzug des DRK zum Brachtenbecker Weg, wo die Hilfsorganisation das ehemalige Wohnhaus von Elke und Peter Rohe gekauft hat. Zu dem gehören nicht nur die Fischteiche, sondern auch eine über 200 Quadratmeter große Fahrzeughalle. 

Fahrzeuge ziehen 40 Jahre lang immer wieder um

Damit wird ein lang gehegter Traum wahr: Seit Jahrzehnten sucht das DRK in Altena nach einer Möglichkeit, seine Einsatzfahrzeuge direkt neben der Unterkunft unterstellen zu können. Mal am Pragpaul und mal am Kreishaus, mal bei Timmermann in Dahle und zuletzt im ehemaligen Werk zwei der Jmra: Die DRK-Fahrzeuge mussten in den vergangenen 40 Jahren immer wieder umziehen. 

Und immer war die Entfernung zwischen ihnen und der Unterkunft recht groß – sehr hinderlich, weil sich die Helfer dort umziehen und weil dort auch das Material gelagert wird. 

Durch den Kauf des Hauses Brachtenbecker Weg 100 erledigt sich dieses Problem. Der DRK-Fuhrpark (ein Kranken- und ein Rettungswagen, ein Einsatzleitwagen und ein Transporter für den Katastrophenschutz) parkt bereits in jener großen Halle, in der bislang die Busse des Reisebüros Rohe standen. 

Inventar im Haus nutzbar

„Den Umzug der Unterkunft nehmen wir jetzt auch bald in Angriff“, sagt Kernig. Der DRK-Vorsitzende ist froh darüber, dass das eine oder andere Inventar im Haus geblieben ist – zum Beispiel die komplette Einrichtung des Büros samt Tresor, eine Einbauküche und diverse Einbauschränke, die als Lager gut geeignet sind. 

Bereits eingeweiht wurde die zünftige Kellerbar. Kernig dankt den bisheriger Eigentümern: „Die Gespräche waren sehr angenehm und die Übergabe hat reibungslos geklappt. Der gesamte Ortsverein ist den Eheleuten Rohe sehr dankbar“. 

Mal die Wände streichen, vielleicht den einen oder anderen Bodenbelag erneuern und Kleinigkeiten in den Bädern reparieren: Im Wohnhaus sollen nach Kernigs Vorstellung nur die dringendsten Arbeiten sofort durchgeführt werden, und zwar möglichst in Eigenleistung. „Viele unserer etwa 40 Aktiven haben eine handwerkliche Ausbildung.“ 

Halle muss mindestens 15 Grad warm sein

Vorrang hat die Halle, die nicht nur ein neues Dach braucht, sondern auch eine Wärmedämmung, weil sie beheizt werden muss. Wegen der in den Einsatzfahrzeugen gelagerten Medikamente darf es dort nicht kälter als 15 Grad sein. 

Mit der energetischen Sanierung soll so schnell wie möglich begonnen werden. Die Kosten werden erheblich sein, Kernig hofft auf Spenden. Mehr Infos dazu gibt es online unter www.drk-altena.de. 

Offizielle „Inbesitznahme“ der neuen DRK-Unterkunft ist am Montag, 2. September: Dann findet dort ab 19 Uhr die Jahreshauptversammlung des Ortsvereins statt. Zwar noch etwas improvisiert, meint Kernig, aber sicher symbolträchtig.

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