Neues Dach für die Jugendherberge

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Facharbeiter verbauen Naturschiefer auf dem Dach.

ALTENA ▪ An der Burg auf der Wulfsegge sind wenige Wochen vor dem Mittelalter-Fest wieder Gerüste montiert worden. Das erinnert an die 2008 abgeschlossen Sanierungsmaßnahmen in großem Stil - das Vorhaben wird insgesamt jedoch einige Nummern kleiner ausfallen, und das auch finanziell.

Diesmal geht es nur um das Dach der Jugendherberge am südlichen Ende des unteren Burghofes.

Ende des vergangenen Jahres - also 2011 - hatte sich in der Jugendherberge gezeigt, dass deren Dach den Namen nicht mehr verdient. Es habe teils „massive“ Wassereinbrüche gegeben, berichtet Michael Brosch, Gebäudemanager beim Märkischen Kreis und als solcher auch für die historische Immobilie am Ende der Thoméestraße zuständig.

Wegen der speziellen Bausituation vor Ort - z. B. hohe Kosten für den Gerüstbau - habe man sich entschieden, hier nicht zu flicken, sondern gleich eine vollständige Erneuerung des Daches in Auftrag zu geben. Die Jugendherberge wird also ein komplett neues Dach aus Naturschiefer erhalten. Das ist auch dem Denkmalschutz geschuldet. Der Auftrag ist an die gleiche Firma gegangen, die kürzlich das „Kreishaus I“ an der Bismarckstraße eingedeckt hat. Mit diesem Unternehmen habe man gute Erfahrungen gemacht, berichtet Michael Brosch.

Rund 140000 Euro wird der Kreis in die Hand nehmen, um die Jugendherberge auf der Burg wieder wasserdicht zu machen. In dieser Summe ist der recht aufwändige Gerüstbau bereits enthalten. „Damit“, so hofft der MK-Gebäudemanager, „haben wir für die nächsten 30 oder 40 Jahre wieder Ruhe.“ Die Bauzeit ist auf eine Dauer von acht bis zehn Wochen veranschlagt.

Dass der Termin für die Dacherneuerung in die Sommerferien gelegt wurde - und damit auch das Mittelalterfest tangiert - hat im Übrigen einen Grund. „Wir wollten natürlich auch Rücksicht auf die Belange der Jugendherberge nehmen“, erläuert der Gebäudemanager des Kreises. Angesichts des Umfangs der Arbeiten sei im Voraus klar gewesen, dass das Gebäude während der Bauphase „leer gezogen“ werden muss. Das sei in den Sommerferien am ehesten möglich.

Eine Unterbrechung des Jugendherbergs-Betriebs bedeuten die Arbeiten aber nicht. Herbergsvater Sixt kann auch während der jetzt laufenden Neueindeckung weiterhin Gäste aufnehmen. Nur einen Katzensprung unterhalb der alten Festung steht das „Haus II“ bereit, das so genannte Gästehaus der Jugendherberge Burg Altena. Hier ist Platz für 20 Besucher.

von Thomas Keim

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