Neues Atelier im Herzen von Altena

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Ursula Buschmann vor dem Bild Peer Gynt.

ALTENA - Die Zettel im großen Schaufenster an der Lennestraße wirken etwas verloren, machen aber neugierig: „Hier entsteht in dem Bereich, den Sie sehen, eine kleine Galerie mit der Möglichkeit gemütlich zu sitzen“, hat darauf Ursula Buschmann vermerkt.

Noch ist durch die große Scheibe zu sehen, hier ist eine Baustelle, hier wird gearbeitet. Doch schon heute soll neues Leben die ehemaligen Räumlichkeiten der Commerzbank füllen.

Ursula Buschmann, studierte Künstlerin, hatte sich schon vor drei Jahren in den Kopf gesetzt, an dieser zentralen Stelle in der Stadt eine eigene Galerie zu eröffnen. Immer und immer wieder sprach sie bei einem Arnsberger Immobilienunternehmen vor, das die Räumlichkeiten verwaltet. Jetzt endlich mit Erfolg. Gemeinsam mit ihrem Ehemann bringt sie die Räumlichkeiten gründlich auf Vordermann, ohne allerdings die alten Gegebenheiten vollends zu verändern. So bleiben die Tresore genauso erhalten wie die Schließfächer im Eingangsbereich. Doch die Zimmer, in denen bald Kreative ihrer Arbeit nachgehen, bringen alles mit, wovon ein Künstler träumt. Nicht nur zur Straßenfront hin gibt es große Fensterflächen, auch zur Lenneseite ist alles herrlich von Licht durchflutet. Hier befinden sich der Kreativ- und Malraum, die Werkstatt sowie das Atelier.

Die Teilnehmer vom Maltreff Nettenscheid werden zu den ersten Kreativen gehören, die an der Lennestraße ihrer Fantasie freien Lauf lassen können.

Wer die Homepage der rührigen Altenaerin – www.ülle.de – anklickt, erfährt aber noch mehr über die pfiffigen Pläne, die sie mit der Lennestraße hat. So könnten sich Kunstinteressierte für die Freistunden in ihrem Lehrstundenplan eintragen und das Atelier selbst gegen eine geringe Gebühr nutzen – wenn es gewünscht wird – gibt die Künstlerin selbst gerne weitere Anleitungen.

Gern darf man bei Ursula Buschmann aber auch spontan vorbei schauen auf eine Tasse Kaffee, um mit ihr oder Kursteilnehmern über Kunst und mehr zu plaudern.

Die Malerin unterrichtet alle Techniken, die sie in ihrem abgeschlossenen Kunststudium gelernt hat. Zur Zeit besucht sie die Meisterklasse von Prof. Dietmar Jäckel in Wattenscheid. Für ihr neues Atelier hat sich die engagierte Frau selbst ein Zeitfenster gesetzt. Sie möchte in neun Monaten möglichst eine schwarze Null schreiben, dann könne es bedenkenlos weitergehen.

Dass ihr die Inspiration an dieser Stelle im Stadtgebiet nicht ausgeht, davon ist Ursula Buschmann überzeugt. „Mit dem Fluss haben wir immer ein fließendes Gewässer vor Augen. In der Straße ist immer Betrieb und die ins Auge gefassten Baumaßnahmen, Stichworte Krämerdorf und Burgaufzug, sollten für zusätzliche Frequenz sorgen.“

Altenaer selbst kennen Ursula Buschmann als Dozentin an beiden VHS am Ort. Daneben gibt sie Kreativ-Workshops und unterrichtet Kinder. Einen Wunsch hat die agile Künstlerin noch: „Ich möchte gerne, dass auch Männer die Schwellenangst überwinden, und zu mir finden. Meine Erfahrung ist, sie können meist besonders gut zeichnen. Also, nur Mut, kreativ sein macht Spaß und garantiert den Kopf frei.“

Wer den direkten Kontakt zu Ursula Buschmann sucht, kann sie auch anrufen: Tel. 0160 /  941 58  754 oder 02352 / 50 16. „Ich freue mich über jeden Interessierten.“

von Johannes Bonnekoh

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