Neues Altenheim im alten Linscheidbad: Stadt geht nächsten Schritt

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Das alte Linscheidbad vergammelt. Dort soll ein Altenheim entstehen.

Altena – Ein Altenheim mit 80 Plätzen soll auf dem Gelände des alten Linscheidbads entstehen. Nun hat die Stadt den nächsten Schritt gemacht.

Ein notarielles Verkaufsangebot für das Gelände des ehemaligen Linscheidbades hat die Stadt der La Vida GmbH aus dem münsterländischen Ochtrup unterbreitet. Eine entsprechende Dringlichkeitsentscheidung segnete der Rat in der nicht öffentlichen Sitzung ab. 

Das Unternehmen plant auf der Fläche,die mehr und mehr zuwuchert, den Bau eines Pflegeheims mit 80 Plätzen. Im vergangenen Jahr stellte es sein Vorhaben dem Bau- und Planungsausschuss vor. Der gab grünes Licht für einen sogenannten Vorhaben- und Erschließungsplan. Dafür ist der Bauherr zuständig, für den dieses Verfahren mit Kosten verbunden ist. 

Pflegeplätze fehlen

Deswegen wollte La Vida sich durch einen Vertrag absichern. La Vida beschäftigt sich seit etwa zehn Jahren mit der Planung und dem Bau von Altenpflegeheimen und Seniorenwohnanlagen und tritt über ihr Tochterunternehmen Pflegepartner GmbH auch als Betreiber auf. 

Die Entscheidung für die Investition in der Burgstadt fiel nach Betrachtung des vom Märkischen Kreis ermittelten Bedarfs an Pflegeplätzen: Weil der Anteil der über 70-Jährigen stark zunehme, werden in Altena rechnerisch 224 Altenpflegeplätze benötigt. Tatsächlich vorhanden sind gerade mal 100 – Tendenz sinkend, weil das Ellen-Scheuner-Haus die vorgesehe Quote an Einbettzimmern noch nicht erfüllt. 

Nur Einzelzimmer geplant

Ein zwei- bis dreigeschossiges Gebäude etwa in der Größe des alten Freibadbeckens, teils mit Satteldach und teils mit Flachdach: So stellt sich La-Vida-Architekt Heinz-Gerd Feseker den Neubau vor. 

Die Bewohner sollen nur in Einzelzimmern mit eigenem Bad wohnen. Jeweils rund 20 Zimmer werden zu Wohnbereichen mit eigenem Ess- und Aufenthaltsbereich zusammengefasst. 

Wohngruppe für Demenzpatienten

Die Flure sollen großzügig gestaltet werden und Platz für Sitzgruppen bieten. Eine Wohngruppe soll dementen Bewohnern vorbehalten bleiben und auch im Außenbereich dementsprechend gestaltet werden – etwa durch „Endloswege".

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