Neuer Wohnraum über den Dächern von Altena

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Tolles Panorama: Beate Braun und Dieter Brauckmann genießen in der Loggia der größeren Wohnung den Blick zu Behördenviertel und Wixberg.

ALTENA - Während die Berg-Stiftung noch ganz am Anfang ihrer Planungen steht, meldet eine zweite, in Altena weitgehend unbekannte Stiftung bisher praktisch schon Vollzug: Die Werner-Ruberg-Stiftung, Eigentümerin des Hauses Lennestraße 84, hat in dessen Dachgeschoss zwei großzügige, barrierefreie Wohnungen bauen lassen.

Unten die Commerzbank, darüber Praxen und Büros – so kennen die Altenaer das Anfang der 80-er erbaute Haus direkt neben der Mittleren Brücke. Als allerdings vor einigen Jahren der Chirurg Dr. Michael Strauß seine Praxis von der Innenstadt in das Gesundheitszentrum am Krankenhaus verlegte, fand sich für die verwinkelten Praxisräume im dritten Stock kein neuer Mieter. Nach anderthalb Jahren fiel die Entscheidung, etwas ganz anderes zu machen – „wir wollen schließlich keinen dauerhaften Leerstand“, erklärte gestern Beate Braun von der Hagener Haus- und Grund-Verwaltungs-GmbH, die sich um den Immobilienbestand der Ruberg-Stiftung kümmert. Sie ist gebürtige Altenaerin und nimmt noch immer regen Anteil an dem, was sich in der Burgstadt tut. Deswegen wusste sie auch, dass es in der Innenstadt einen Bedarf an frei finanzierten Mietwohnungen gibt.

Kurzerhand wurde der Hagener Architekt Dieter Brauckmann mit entsprechenden Planungen beauftragt. Der nahm zunächst Kontakt mit dem Bauamt auf, lobte die gute Zusammenarbeit. Dann wurde geplant, seit mehreren Monaten sind die Handwerker dabei, Brauckmanns Ideen in die Tat umzusetzen.

Was dabei entstanden ist, kann sich sehen lassen. 130 Quadratmeter ist die eine Wohnung groß, 90 die andere. Beide verfügen über eine Loggia – von der größeren Wohnung blickt man auf Lenne und Behördenviertel, von der kleineren auf die Burg.

Neben diesen Panorama- Ausblicken überzeugen die beiden Wohnungen durch eine großzügige, weitgehend offene Raumauftteilung, viel Tageslicht und schöne Bäder sowie intelligente Details wie die Waschmaschinen- und Trockneranschlüsse in den Abstellräumen. Der Mietpreis werde sich am Altenaer Markt orientieren und bei etwa sechs Euro liegen, kündigte die Verwalterin an.

Länger als erwartet hätten die Bauarbeiten gedauert, sagte gestern der Architekt. Es habe sich nämlich schnell herausgestellt, dass das 30 Jahre alte Gebäude eine Frischzellenkur vertragen konnte. Deshalb wurden unter anderem das Dach neu eingedeckt und der Wärmeschutz verbessert. Dann ging es an den Innenausbau, der kurz vor dem Abschluss steht. Was noch fehlt, sind Bodenbeläge und Tapeten – es ist erwünscht, dass die Erstbezieher sich an deren Auswahl beteiligen.

Die erste Interessentin hat sich schon gemeldet, sie gehört zum klassischen Klientel für solche Wohnungen: Eine ältere Dame, die ihr Eigenheim in einem Stadtteil verkaufen und in der Innenstadt eine repräsentative Wohnung sucht. Weitere potenzielle Mieter sollten sich den kommenden Samstag vormerken: Dann besteht in der Zeit von 10 bis 14 Uhr die Möglichkeit, die Wohnungen zu besichtigen.

von Thomas Bender

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