„Die Mitglieder sehen keinen Grund zur Fusion“

Der langjährige zweite Vorsitzende Jürgen Walzog (l.) hat viel dazu beigetragen, dass es dem Verein gut geht.

ALTENA -  Im TV Städtisch Rahmede ist viel aufgewirbelt worden, unter anderem auch frischer Wind im Vorstand: Zum neuen Geschäftsführer wurde in der Jahreshauptversammlung am Sonntag Stefan Müller gewählt. Der sieht sich nach dem Votum gegen die Satzungsänderung vor eine Herausforderung gestellt: „Wogen glätten, Ruhe reinbringen und sehen, wohin die Mitglieder möchten.“

Nach aktuellem Stand schätzt Stefan Müller es durchaus so ein, dass in naher Zukunft kein Votum pro Vereinsfusion vom Breitenhagen kommen wird. „Der Antrag auf geheime Wahl und auch das Ergebnis haben schon für sich gesprochen“, so Müller gestern im AK-Gespräch. „Es liegt dem Vorstand aber fern, engstirnig auf die Fusion hinzupreschen. Mitglieder müssen sich auf so einem Weg alle mitgenommen fühlen. Wenn das zu diesem Zeitpunkt nicht der Fall ist, dann ist das zu akzeptieren.“

Nach Müllers Einschätzung sieht eine Mehrheit keine Notwendigkeit in einer Fusion. „Martin Hammerschmidt hat in seinem Geschäftsbericht Zahlen vorgelegt, die dazu akut nicht überzeugen. Der Verein ist mitgliederstark, hat erst am Wochenende wieder fünf Kinder aufgenommen, verfügt über eine gut erhaltene Sportanlage und im Kassenbericht wurde ein gutes Plus ausgewiesen. Da fragt sich mancher, weshalb man fusionieren soll.“

Die Vorstände von TV Städtisch Rahmede, MTV und TSV denken bei ihren Kooperations- und Fusionsbestrebungen weit in die Zukunft. Auch Martin Hammerschmidt brachte am Sonntag noch einmal ein, dass rein statistisch durch Sterbefälle und Austritte in 15 Jahren 128 Mitglieder weniger im TV StR sein werden. Er würde es begrüßen, dass im Zuge einer Fusion Vorsorge getroffen wäre für den Fall, dass der Verein sich selbst nicht mehr unterhalten könne. Dass das Vereinsvermögen im Falle einer Auflösung jenem Fusionsverein zufallen würde, das will die Mehrheit der Mitglieder nicht.

In der alten TV-StR-Satzung steht, dass sich bei Vereinsauflösung die Stadt mit dem Vereinsvermögen um sportliche Zwecke auf dem Breitenhagen bemühen möge. „Tun wir auch“, erklärt Kämmerer Stefan Kemper. Eine Garantie für den Erhalt der Sportanlage kann die Stadt aber nicht geben. Sie musste schließlich selbst Sportstätten aufgeben. „Das ist wie mit einem Erbe. Die Kommune kann eine Immobilie verkaufen und den Erlös zweckgebunden einsetzen, so wie sich das der Verein wünscht. Aber Schulden oder hohe Aufwendungen kann ein Verein satzungsgemäß nicht einfach an Dritte weitergeben, nur weil er sich auflöst“, ergänzt Kemper.

An der Sportanlage hängen Herzblut und Eigenleistung, was besonders dem langjährigen Zweiten Vorsitzenden Jürgen Walzog zu verdanken ist. Er koordinierte über Jahrzehnte die Arbeitseinsätze der Mitglieder und war ein begnadeter Haushalter, der sich für keine Reparatur zu schade war. Walzog wurde am Sonntag verabschiedet und auf Vorschlag von Wolfgang Simon zum Ehrenmitglied ernannt. Walzogs Nachfolger ist Guido Krenz. Dank galt auch der bisherigen Geschäftsführerin Bettina Baines, für die Stefan Müller gewählt wurde. Der neue Vorstand lädt die Mitglieder jetzt schon ein: Zum 70-Plus-Kaffee am 27. Mai und zum Sommerpicknick am 26. August.

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