Neues Auto hilft, Menschenleben zu retten

Landrat Thomas Gemke überreichte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein den Fahrzeugschlüssel an der Wache. Foto: Bonnekoh

Altena -  „Wir freuen uns als Feuerwehr in Altena. Die Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis klappt reibungslos“. Kurze und knappe Worte von Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. Und schon hielt er am Montag, 31. März, gegen 13 Uhr den Zündschlüssel für einen neuen Krankentransportwagen (KTW) in der Hand.

Landrat Thomas Gemke übergab ihn – immerhin Symbol für rund 125 000 Euro, die der Märkische Kreis in dieses neue „Auto der Hilfe“ investiert hat. Das Vorgängermodell – mehr als acht Jahre auf den Straßen der Stadt unterwegs – hatte allein im vergangenen Jahr 1 350 Einsätze und wird weiter für Notfälle vorgehalten. Auf der Rettungswache Altena versehen 17 Rettungsassistenten ihren Dienst und besetzen das Fahrzeug von 8 bis 16 Uhr. Daneben gibt es den Rettungswagen (RTW) und ein Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) für jeweils 24 Stunden am Tag. Vor Ort stellt die Stadt das Personal. Das Material (vom Tupfer bis eben zum Einsatzfahrzeug selbst) trägt kostenmäßig der Kreis.

Der Krankentransportwagen (KTW) kommt immer dann, wenn Personen von zu Hause zum Arzt oder ins Krankenhaus oder andersherum nach Hause gebracht werden müssen.

Aufgrund der gewählten Austattung, und darauf ist Udo Winter, Leiter der hauptamtlichen Wehr an der Bachstraße schon ein bisschen stolz, „kann das neue Auto in Notfällen oder bei Fahrzeugausfällen auch als Rettungstransportwagen (RTW) umfunktioniert werden.“ 3,88 Tonnen Gewicht bringt das Auto auf die Wage und verfügt über 168 PS unter der Haube. „Zudem“, das unterstreichen Oberbrandmeister Stefan Zlobinski und Brandmeister Benjamin Stoßberg von der Abteilung Fahrzeugtechnik der Wache, „verfügt das neue Auto über besondere Ausstattungsmerkmale.“ Nur einige seien erwähnt: Fahrbare Stryker Krankentrage, Tragestuhllift, Vakuummatratze, AED mit Abteilungen für EKG-Montitoring, Navi-System über die Leitstelle und einen Blaulichtbalken in LED-Technik. Das unter die Haut gehende jaulende „amerikanische Sirenen-Geräusch“ hat das Auto nicht. „Ist auch nicht nötig“, so Guido Thal, der den Rettungsbetrieb beim Kreis leitet und koordiniert. „Wir werden auch so gehört und wahrgenommen.“ „Allzeit gute Fahrt“ wünschte Dr. Andreas Hollstein. Er freute sich, dass, obwohl Blaulichtfahrten extrem unfallanfällig seien, in Altena bisher nur kleinere Blechschäden auftraten. Das spreche für das Können des Teams von der Wache.

Von Johannes Bonnekoh

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