Neuer Lehrpfad macht Fortschritte

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Die Schleiereule ist schon da: Damit sie und die anderen Vögel rund um den Geschichts- und Naturlehrpfad ihre Kinderstube einrichten können, haben Mühlendorfer Grundschüler zusammen mit Karl-Heinz Tacke Nisthilfen installiert.

ALTENA -  Der Geschichts- und Naturlehrpfad war sogar Thema bei der Vorstandssitzung der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft – ein weiterer Beweis dafür, wie viele Altenaer sich für das Projekt der SGV-Abteilung Altena interessieren. Tatkräftig unterstützt wird es auch von Karl-Heinz Tacke, der am Freitag, 14. März, einmal mehr zwischen Burg und Steinsbörnchen unterwegs war.

Begleitet wurde er diesmal von Drittklässlern der Grundschule Mühlendorf. Dort bastelten Schüler schon im vergangenen Jahr Nistkästen, die am Freitag vor allem am Ehrenmal aufgehängt wurden. Tacke nutzte die Gunst der Stunde, um den Jungen und Mädchen ausgestopfte Eulen, Meisen und Bachstelzen zu zeigen und ihnen zu erklären, welche Nisthilfen für welches Tier geeignet sind. Ganz nebenbei erfuhren sie dabei auch, dass zum Befestigen nur Aluminiumnägel erlaubt sind – „die anderen schaden den Bäumen“.

Und kranke Bäume, die sind ohnehin ein ganz besonderes Kapitel: Über 70 haben Tacke und seine Helfer fällen müssen – „das waren Gefahrbäume“, erklärt der Wald-Experte. Jetzt sind die Wege, über die der Geschichts- und Naturlehrpfad führt, wieder sicher. Revierförster Franz-Josef Stein habe sie inzwischen abgenommen, einer Benutzung auch mit Besuchergruppen stehe jetzt nichts mehr entgegen, erklärte Tacke.

Also konnte er guten Gewissens mit den Kindern in den Wald und ihnen erklären, wo sich welche Vögel wohl fühlen. Demnächst kann man das auch einer von rund 30 Informationstafeln entnehmen, die am Wegesrand aufgestellt werden – viele davon direkt am „grünen Klassenzimmer“ nahe des sagenumwobenen Steinsbörnchens.

Informiert wird aber nicht nur über Flora und Fauna: Auch einen Blick in die Geschichte ermöglicht der im Entstehen begriffene Lehrpfad. Damit schließt sich der Kreis zur Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft: Ihr ist eine der Tafeln gewidmet. Andere beschäftigen sich mit der Rolle der Drahtindustrie oder der Frage, warum der Wixberg Wixberg heißt.

Und Schirrmann darf natürlich auch nicht fehlen – immerhin dürfte der Gründer des Jugendherbergswerks oft genug in den Wäldern oberhalb des Nettetals unterwegs gewesen sein. Wenn sich am 29. Juni die Inbetriebnahme der Jugendherberge auf der Burg zum 100. Mal jährt, dann soll bei dem zu diesem Anlass geplanten Fest auch der drei Kilometer lange Geschichts- und Naturlehrpfad eingeweiht werden.

„Bis dahin sind auch alle Schilder fertig“, zeigt sich Tacke zuversichtlich. Es gebe viele Sponsoren, weitere seien willkommen. Insgesamt werden rund 12000 Euro investiert.

Von Thomas Bender

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