Neuer Interessent für das St. Vinzenz-Krankenhaus

Franz-Jörg Rentemeister berichtete von einem neuen Interessenten für das Krankenhaus.

ALTENA ▪ Es gibt einen neuen Interessenten für die Trägerschaft des St. Vinzenz-Krankenhauses. Das teilte gestern der momentane Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister während des Neujahrsempfanges der katholische Kirchengemeinde in St. Matthäus mit.

Mehr als 100 Anwesende hörten interessiert, dass von den ursprünglich vier Interessenten, die als Träger für das St. Vinzenz-Krankenhaus in Frage kommen, zwei bereits wieder abgesprungen seien. Doch kurz vor Weihnachten, so berichtete Rentemeister, habe er eine weitere Anfrage bekommen und am Dienstag werde er mit diesem neuen Interessenten ein erstes Gespräch führen.

Rentemeister erklärte weiter, dass seit Juli 2010 bereits Einsparungen bei den Betriebskosten von 140 000 Euro erzielt werden konnten, für das laufende Jahr könnten mehr als 200 000 Euro eingespart werden. Trotzdem sei es seiner Auffassung nach nicht möglich, das Krankenhaus als Solitär-Einrichtung weiter zu führen, für ihn sei die beste Lösung die einer neuen Trägerschaft.

Dietmar Flusche berichtete dann von der Arbeit im Kirchenvorstand, die „oft im Dunkeln“ ablaufe. Um den Verkauf der leer stehenden Immobilien zu forcieren, habe man nun eine externe Beratung hinzugezogen, immerhin konnten aber im Energiehaushalt Einsparungen erzielt werden. Die Friedhöfe seien nur mit großem ehrenamtlichen Engagement zu betreiben. Dort mache sich auch der Mangel an Finanzen bemerkbar, auch das Spendenaufkommen sei rückläufig, so Flusche.

Pfarrer Ulrich Schmalenbach machte dafür die „Erschütterungen im Gemeindeleben“ mitverantwortlich. Ihn habe auch negativ berührt, dass in Sachen Krankenhaus „nur eine Hand voll Menschen“ ein persönliches Gespräch mit ihm gesucht habe. Ulrich Schmalenbach betonte, dass „Aufsichtsrat und Geschäftsführung immer nur das Beste für Altena versucht haben“. ▪ Von Silvia Sauser

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