Kampf gegen japanischen Knöterich

Hundestrand an der Lenne: Arbeiten im MK laufen schon – Doch es gibt einen Gegner

Über zwei Meter hoch sind die vertrockneten Reste des Knöterichs auf der Fläche an der Steinernen Brücke, wo der Hundestrand entstehen soll.
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Über zwei Meter hoch sind die vertrockneten Reste des Knöterichs auf der Fläche an der Steinernen Brücke in Altena, wo der Hundestrand entstehen soll.

Die Arbeiten an der Lenne laufen schon. Im Märkischen Kreis soll es einen neuen Hundestrand geben. Doch der Bauhof hat einen besonderen Gegner.

Altena – Das ist mal eine prompte Umsetzung politischen Willens: Um an der Lenne einen Hundestrand zu errichten, rückte der Bauhof am Mittwoch mit schwerem Gerät dem „japanischen Knöterich“ zu Leibe, der zwischen Pott-Jost- und Steinerner Brücke dem Projekt im Wege stand. Dabei kamen Maschinen zum Einsatz, die der Normalbürger nur selten zu Gesicht bekommt.

StadtAltena
LandkreisMärkischer Kreis
Fläche44,29 km²
Einwohner16.718 (31. Dez. 2019)

Altena: Hundestrand an der Lenne – Japanischer Knöterich kommt wieder

Zum Fuhrpark des Bauhofs gehört zum einen ein Aufsitzmäher der Firma AS, der auch ferngesteuert werden kann. Zum anderen hat die Gemeinde Nachrodt beim Zusammenschluss der beiden Baubetriebshöfe einen sogenannten Knicklenker der Marke Holder mit in die Ehe gebracht, der mit einem Mähwerk ausgestattet werden kann. Beide Geräte kommen auch mit Gestrüpp klar. Sie werden beispielsweise dafür eingesetzt, Regenrückhaltebecken freizuschneiden. Nun wurden sie dafür gebraucht, um den Hundestrand an der Lenne im MK zu realisieren.

Mit dem japanischen Knöterich hatten die beiden Fahrzeuge wenig Mühe. Nach noch nicht einmal vier Stunden war die 5000 Quadratmeter große Fläche gemäht. Von langer Dauer wird das allerdings nicht sein: Der Knöterich werde auf jeden Fall wiederkommen, hatte Bauhofchef Robert Groppe die Kommunalpolitik gewarnt, als die sich in der vergangenen Woche im Ausschuss mit dem Thema Hundestrand beschäftigten.

Der japanische Knöterich ist eine invasive Pflanze, die aus Asien importiert wurde. Er ist extrem schnellwüchsig und kann bis zu 30 Zentimeter pro Tag zulegen. Weil er dabei heimische Pflanzen verdrängt, wird versucht, ihn zu bekämpfen, was sich aber gerade an Flussufern äußerst schwierig gestaltet. Die Pflanze bildet nämlich Rhizome aus, durch die sich sehr schnell ausgedehnte und sehr dichte Bestände bilden.

Wenn Teile dieser Wurzelstöcke vom Hochwasser mitgerissen und an anderer Stelle angespült werden, dann breitet sich auch dort der Knöterich aus – und zwar in Windeseile. Doch der Bauhof bietet seinem Gegner die Stirn - damit der Hundestrand an der Lenne schon bald Form annehmen kann.

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