Aktuell sage und schreibe 29 Leerstände

Neuer Glanz für die Innenstadt: So sollen leere Läden schöner werden 

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Unschönes Bild: Schaufenster dieser Art sollen verschwinden.

Altena – 29 Läden stehen in Altenas Zentrum leer, viele Schaufenster sehen schlimm aus. Dieses hässliche Bild soll nun verschwinden.

„In der Innenstadt ist vieles zu dreckig, siffig und dunkel“, sagte Kaufmann Karlheinz Turner im November vergangenen Jahres zu diesem Missstand. 

Jetzt bewegt sich was. Die Turner-Kritik und sein damit einhergehendes Angebot, leere Geschäftslokale ehrenamtlich zu dekorieren, um damit zumindest an der Optik und Außendarstellung zu arbeiten, verhallte nicht. 

Mit Licht, bewegten historischen Bildern und pfiffigen Fenster-Dekorationen sollen in der Innenstadt schon in Kürze viele Schaufenster optisch aufgewertet werden. Immerhin sieben Hausbesitzer sind bis jetzt bereit, diesen neuen Weg mitzugehen. 

Viel Licht statt dunkler Löcher

„Das ist zumindest ein Anfang“, sagt Turner. Auf seine harsche Kritik sei er schon häufig angesprochen worden. „Es gab viel Zustimmung.“ 

So fragte beispielsweise der von Caritas und dem Deutschem Roten Kreuz getragene CaRot-Laden an. Doch dort präsentiere man nach dem Eindruck von Turner die zum Verkauf bestimmten Artikel sowohl im Fenster als auch im Verkaufsraum selbst schon „sehr professionell“. Er wurde dort nicht tätig. 

So geht's auch: ein ansprechend dekoriertes Fenster lädt zum Schauen ein.

Turners Idee griff aber auch Alexander Schmitz auf. Den Vorsitzenden des Stadtmarketing-Vereins und seinen Vorstand bewegen die Leerstände und ihre mögliche Beseitigung ebenfalls seit Jahren. 

Kürzlich traf er sich mit Karlheinz Turner und zog auch Sara Schmidt (Wirtschaftsförderin bei der Stadt) hinzu. Weil die Kommune die Namen der Immobilienbesitzer nicht weitergeben darf, war Fantasie gefragt. Alexander Schmitz wusste als örtlicher Fachhändler und Altenaer Kind aber, wen er ansprechen konnte. 

Er freut sich, dass deshalb bereits in Kürze etwas passiert. Licht am Tag und frühen Abend ist dem Stadtmarketingverein in den Leerständen dabei besonders wichtig. Die dunklen Löcher, die sich jetzt jedem Betrachter böten, müssten einfach weg. 

Monitore mit historischen Bildern

Innovativ ist auch die Idee, in die Schaufenster große Monitore zu stellen. Auf denen sollen in Endlos-Bilderschleifen historische Bilder aus Altena gezeigt werden. Fotos, die auch vom einst blühenden Geschäftsleben berichten. Schmitz und sein Vorstandsteam erhoffen sich dadurch, das Passanten stehen bleiben und beim Gang durch die Stadt nicht weiter an dunklen Scheiben vorbeigehen müssen. 

Innen leer, außen vermüllt.

Denn: Eingeblendet werden auch Daten, Zahlen und Fakten sowie Ansprechpartner zu den einzelnen Ladenlokalen selbst. Vielleicht sei das ein möglicher Weg, neue Mieter oder Nutzer zu finden? Karlheinz Turner wird die Fenster dann ehrenamtlich dekorieren. „Das werden Hingucker“, verspricht der Fachmann. 

Pop-Up-Stores neu belebt

Das Stadtmarketing hat Zugriff auf viele historische Bilder. Viele zieren bereits Schaufenster, ständig- wechselnde Fotos aus der Stadt werden unter anderem bereits am Burgaufzug und an der Stadt-Info-Säule Langer Kamp gezeigt. Die historischen Fotos werden in den Schaufenstern auf Großbildschirmen laufen.

 Zehn davon schaffte der Stadtmarketing-Verein bereits an. Zur Aktion passt, dass im Juni die Pop-Up-Stores neu belebt werden. Dort präsentieren sich in vielen leeren Läden Altenas Europa-Partnerstädte.

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