Ex-Jugendherberge ist verkauft

Die 1957 errichtete Jugendherberge am Linscheider Bach. Das Gebäude und das umliegende Grundstück wurden in den 1990er Jahren durch den Verein Sirius betrieben, der hier eine Drogenhilfeeinrichtung ins Leben rief.

Altena -  Damit hat niemand mehr gerechnet. Die einstige Jugendherberge am Linscheider Bach – später Sitz von „Sirius eV“ – ist verkauft. Ein Interessent aus dem Ruhrgebiet hat das Grundstück und die Immobilie erworben.

Das bestätigte am Donnerstag Stadtplaner Roland Balkenhol, zu dessen Aufgaben auch die Bauaufsicht gehört. Über die künftige Verwendung gibt es gleichwohl noch keine Informationen. Aber es war in der Stadt bereits das Gerücht zu hören, dass in dem großen Gebäude Asylanten oder Flüchtlinge untergebracht werden sollen. „Daran besteht auf Seiten der Stadt weder Interesse noch Bedarf“, sagt dazu Roland Balkenhol. „Da gibt es gar keine Pläne“. Balkenhol verweist darauf, dass man die Ayslbewerber in der Burgstadt dezentral in angemieteten Wohnungen unterbringe, es gebe schließlich entsprechenden Leerstand. „Wir suchen deshalb keine weiteren Räume oder Gebäude wie am Linscheider Bach. Einen Bedarf für ein Asylbewerberheim in dieser Größenordnung gibt es nicht.“

Der neue Eigentümer – ein Handwerker – sei im Übrigen als seriös zu bezeichnen. Wie auch immer die neue Nutzung am Linscheider Bach aussehen soll, sie muss auf jeden Fall mit der Stadt abgestimmt werden. „Die alte Nutzung ist erloschen. Da wird auf jeden Fall eine neue Baugenehmigung notwendig“, erklärt der Stadtplaner. Dazu müssten nun erst einmal entsprechende Unterlagen eingereicht werden. Der Zuschlag an den neuen Eigentümer erging am 19. September. Im Mai 2013 war das Kapitel „Sirius“ endgültig zu Ende gegangen. Seit 2006 hatte sich der Trägerverein der ehemaligen Drogenhilfe-Einrichtung im Insolvenzverfahren befunden. Das Gebäude war anfangs noch auf einen Verkehrswert von 660 000 Euro taxiert worden. Im Jahr 2009 wurden bei einem Zwangsversteigerungstermin 460 000 Euro aufgerufen. Das Gebäude aus dem Jahr 1957 ist rund 2000 Quadratmeter groß. Mitsamt dem umliegenden Grundstück ergibt sich eine Fläche von 3500 Quadratmetern. Durch den langen Leerstand ist der Zustand der Immobilie nicht mehr der beste: Es gibt Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung. - Von Thomas Keim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.