Neuer Adler der FWG-Gesellschaft ist fertig

Hauptmann Klaus Knipping (links) mit weiteren Herren der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft und dem neuen Adler. Er wurde von Schreinermeister Jochen Harte (ganz rechts) gebaut.

ALTENA - „Der hält mindestens 2 000 Schüsse aus!“ – Für Hans-Jürgen Lindenblatt ist der Schützenadler das Symbol des bald beginnenden Schützenfestes der Friedrich-Wihelms-Gesellschaft (FWG).

Am Freitag wurde das Wappentier in der Werkstatt von Schreinermeister Jochen Harte vorgestellt. Und die Männerrunde, die einen ersten Blick auf den natürlich wieder ganz in schwarz gehaltenen Adler warf, sparte nicht mit Lob: „Leg’ mal Preußens Gloria auf!“, flachste etwa Fähnerich Peter Wilm Schmidt, als er das etwa 40-Kilogramm schwere Objekt ausführlich betrachtete.

Vier Männer der Kompanie Rahmede sollen es 14 Tage vor dem Fest ins Schaufenster der Buchhandlung Katerlöh tragen – „vier Ecken, vier Männer“ – vielleicht genügen aber auch zwei kräftige Schützen. Doch Vorsicht ist geboten, immerhin bringt es der Holzvogel auf Abmessungen von 1,30 mal 1,40 Meter. „Aus Tradition ist unser Adler immer gleich“, sagt Hauptmann Klaus Knipping und meint damit Maße, Gewicht und Farbe.

Mehr als 50 Stunden Arbeit investierte Harte in den Bau des Adlers aus Birkenholz. Alle Einzelteile sind ausschließlich verleimt, es gibt keinerlei Metallstücke in der Konstruktion.

Schießen darf jedermann auf den Adler. Der Vorsitzende der Schießstand-Kommission, Hans-Jürgen Lindenblatt und Hauptmann Klaus Knipping, geben beim Schießen keinerlei Zielpunkte vor. „Einfach ist das aber nicht“, sagt Ernst Ulrich Wirthsmann. Als ehemaliger König spricht er da aus Erfahrung. Der Torso des Adlers ist nicht mehr aus einer Birkenwurzel gefertigt. Das hat praktische Gründe. „So etwas findet man kaum noch, aber von meinem Vater weiß ich, das war früher Tradition in Altena“, so Knipping.

Dass der Adler so schön anzusehen ist, führt Peter Wilm Schmidt auch darauf zurück, „dass Jochen Harte schließlich drei Jahre Zeit hatte, ihn zu bauen“. -  Johannes Bonnekoh

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