Nichtraucherschutz: Mit neuem Gesetz arrangiert

Gastwirtin Elena aus Griecheland ist immer noch sauer: Das neue Gesetz ruiniere sie geschäftlich. Foto: Bonnekoh

Altena - „Wen stört es, wenn sich jemand eine Zigarette anzündet?“ Gastwirtin Elena vom gleichnamigen Lokal aus der Lennestraße ist noch immer wütend. „Die Gäste hier bei mir werden weniger. Das Gesetz macht mich kaputt!“

Gleichwohl gehen auch bei Elena zahlreiche Gäste „vor die Türe“. Hier hat die Griechin natürlich Tische und Stühle stehen. „Weißt du, wenn die Männer knobeln, müssen sie das Spiel unterbrechen. Wenn sie Darten, dann auch. Ich versteh das einfach nicht.“, Elena hat auch ein Jahr nach Inkrafttreten des neuen -Gesetzes noch lange nicht ihren Frieden mit der Neuregelung gemacht. „Das ist einfach nur geschäftsfeindlich und macht mich kaputt.“

Von Besucherschwund – besonders älteren Herren, die mal auf ein, zwei Bier einkehren – berichtet auch Litsa Apostolidou vom Ko. „Ich finde die Neuregelung nicht gut. Auch wir haben große Einbußen“, stellt sie fest. Die Tische draußen würden schon frequentiert. „Aber gut ist das wirklich nicht.“ Vittorio Collura vom Speiselokal „da Vito“ sieht dagegen die Situation ganz entspannt. „Für Lokale wie das unserige ist das schon ganz in Ordnung. Es wird nicht geraucht. Fertig.“ Wer sich dennoch nicht zurückhalten kann, für den gibt es die Möglichkeit, vor dem Lokal Platz zu nehmen. „Das wird auch angenommen.

Hardy Frahm, Ritterschänke, spricht von einem „die Faust in der Tasche ballen“. Als reines Bierlokal ohne Speisenzubereitung sei das „schwierig heute“. Er ist froh, mit der Außengastronomie an den Lenne-Terrassen ein zweites Standbein zu haben. „Das federt einiges ab.“ Gut findet er die Neuregelung des absoluten Rauchverbotes aber nach wie vor nicht.

Tanja Allemanno, Café Cappuccino, hatte mit ihrem Ehemann noch in einen separaten Raucherraum investiert. „Der wird jetzt nicht mehr gebraucht.“ Sie begrüßt als ehemalige Raucherin aber die Neuregelung. Die sei im Sinne der Gäste. Draußen stehen natürlich Aschenbecher.

Sussanna und Lazarus Outstabassidis von der Taverne: „Kein Problem. Das Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern klappt. Wir haben ja keine Wahl. Das Gesetz gibt es nun einmal.“ Theo Pitta, Kuzina-Mediterrane: „Ich finde, das ist alles kein Problem.“ Es sei gut, dass im Restaurant nicht mehr geraucht werden dürfe. Für alle andere Gäste gäbe es die Außenterrasse.

von Johannes Bonnekoh

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