Pendlerstrom verändert sich

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Immer noch verlassen viele Berufspendler täglich die Burgstadtaber es sind weniger geworden. -

ALTENA -  Es müssen immer noch viele auswärts arbeiten, aber nicht mehr so viele wie früher: Das ergibt sich aus der jüngsten Pendlerstatistik des statistischen Landesamtes.

Danach liegt die Zahl der Einpendler (also derjenigen, die von außerhalb kommen, um in Altena zu arbeiten) bei knapp 3500. Im Vergleich zu 2005 hat sich diese Zahl um rund 100 erhöht. Dafür ist die Zahl der Auspendler gesunken, und zwar etwas stärker: 2005 suchten 5200 Altenaer auswärtige Arbeitsplätze auf , zurzeit sind es nur noch 5074. Der Hauptgrund in dieser Verschiebung dürfte im Bevölkerungsrückgang liegen. 8800 Erwerbstätige zählten die Statistiker Ende 2012 in Altena. dafür gab es 7212 Arbeitsplätze. Darin sind auch geringfügig Beschäftigte und Beamte enthalten, so dass diese Angabe erheblich von den statistischen Angaben für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in Altena abweicht.

Untersucht wurde auch, wohin die Altenaer zur Arbeit fahren. Lüdenscheid ist und bleibt wichtigster Arbeitsort derjenigen, die außerhalb ihr Geld verdienen. 1765 Altenaer arbeiten in der Kreisstadt, vor zehn Jahren waren es aber noch über 2000. 582 Pendler fahren nach Iserlohn, auch diese Zahl ist rückläufig.

Interessant ist eine deutliche Zunahme von Altenaern, die in benachbarte Oberzentren pendeln. 344 Burgstädter arbeiten in Hagen, das sind rund 70 mehr als früher. Nach Dortmund zieht es 154, was einer Zunahme von stolzen 50 Prozent entspricht. Da zeitgleich die Zahl derjenigen gestiegen ist, die von Dortmund und Hagen in die Burgstadt gezogen sind, könnte diese Entwicklung auch ein erstes, zartes Indiz dafür sein, dass Altena wegen seiner niedrigen Mieten und Immobilienpreise für einige Bürger der großen Oberzentren interessanter wird. Diese Annahme wird auch dadurch untermauert, dass die Altersgruppe der 25- bis 30-Jährigen entgegen allen Erwartungen in Altena leicht zunimmt.

Stichwort Einpendler: Die kommen meist aus Lüdenscheid (672), Iserlohn (552) und Nachrodt (419). - Von Thomas Bender

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