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Neue Wache noch immer nicht fertig: Umzug der Polizei verzögert sich weiter

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Von: Thomas Bender

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In Folie verpackt ist der Schriftzug „Polizei“ über der Eingangstür zur neuen Polizeiwache im Bahnhofsgebäude.
In Folie verpackt ist der Schriftzug „Polizei“ über der Eingangstür zur neuen Polizeiwache im Bahnhofsgebäude. © Bender, Thomas

Im Frühsommer die Übergabe an die Polizei, dann die Installation der polizeitechnischen Komponenten wie zum Beispiel Funkgeräte und wenig später der Umzug vom Stapelcenter in Altena zum Bahnhof – das war der Plan.

Stand heute ist: Die Übergabe der Polizeiwache Altena ist noch immer nicht erfolgt, der Umzugstermin steht in den Sternen.

„Es gibt noch ein paar Knackpunkte“, sagte auf Anfrage Christof Hüls, Pressesprecher der Kreispolizei. Er sprach von „Problemen, die immer mal wieder passieren auf dem Bau“. So funktioniere zum Beispiel die Sicherheitsschleuse, mit der ungebetene Besucher ferngehalten werden sollen, nicht richtig. Das wiederum habe auch Auswirkungen auf den Brandschutz. Also muss nachgebessert werden. Wie lange das dauert? „Auf einen konkreten Termin für die Übergabe will sich jetzt keiner mehr festlegen“, sagt Hüls.

Wache im Stapelcenter ist viel zu groß

Vor über 40 Jahren zog die Polizei in das damals nagelneue Stapelcenter ein, wo ihr etwa 800 Quadratmeter zur Verfügung standen. Unter anderem wegen des Abzugs der Kripobeamten und der Aufgabe des Gewahrsams (Arrestzellen gibt es nur noch in größeren Wachen) ist diese Fläche inzwischen viel zu groß. Hinzu kommen ein erheblicher Modernisierungsstau und die Tatsache, dass die Wache wegen des Zugangs über eine lange Treppe nicht barrierefrei ist. Nicht zuletzt ist am Bahnhof die verkehrliche Anbindung besser. Ab dort hat die Polizei freie Fahrt in alle Richtungen, auch bei Hochwasser, jedenfalls bei normalem. Das ist vom Stapelcenter aus nicht der Fall.

All diese Probleme führten dazu, dass die Kreispolizeibehörde schon vor Jahren mit der Suche nach neuen Räumen für die Wache begann. Vier Jahre lang verhandelte sie mit Friedrich-Wilhelm Kraus und Andreas Opitz als Eigentümer des Bahnhofs, bevor 2020 endlich der Vertrag unterschrieben und mit den Arbeiten begonnen wurde.

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