Neue Verschärfung der Maßnahmen zum Corona-Schutz

Hilfsdienst wird reaktiviert

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Viele Altenaer sind bereit, Mitbürger im Alltag zu unterstützen – etwa bei der Erledigung von Einkäufen.

Altena – Das im März ins Leben gerufene Netzwerk „Altena hilft“ steht vor einer Reaktivierung – zumindest dort, wo nicht bereits ohnehin Kontakte gepflegt werden.

 Anette Wesemann, die auch Koordinationsaufgaben für das Stellwerk übernommen hat, hat am Mittwochvormittag eine Rundmail an jene Ehrenamtlichen verschickt, die sich im Frühjahr zur Übernahme von Hilfeleistungen bereit erklärt hatten, von denen in erster Linie ältere Menschen profitiert haben. „Ich warte jetzt einmal die Reaktionen ab“, berichtet Wesemann. Zur Mittagszeit gab es aber bereits erste, positive Rückmeldungen.

In erster Linie geht es bei „Altena hilft“ um Unterstützung bei Einkäufen. Grundsätzlich, so Anette Wesemann weiter, habe sie einen sehr positiven Eindruck: „Die Nachbarschaften funktionieren – man kennt sich eben.“

Stellwerk erwartet

keinen Ansturm

So rechne sie auch jetzt nicht mit einem neuen Ansturm, denn die einst geknüpften Kontakte hätten sich im positiven Sinne verselbstständig. „So war es auch von Anfang an geplant.“ Man habe darauf geachtet, Hilfesuchende und ehrenamtlich Helfer möglichst nah am Wohnort zu vermitteln. „Es hat ja wenig Sinn, wenn wir jemanden aus Dahle zum Breitenhagen schicken“, kommentiert Wesemann.

Gut sei in dem Zusammenhang, dass es von vornherein einen Überschuss an Helfern gegenüber Hilfesuchenden gegeben habe. 63 Altenaer und Altenaerinnen hatten sich im Frühjahr bereit erklärt, Hilfeleistungen zu übernehmen. Demgegenüber standen 17 Menschen, die um Unterstützung gebeten hatten. Wer Hilfe sucht, kann sich im Übrigen unter Telefon 209 218 an Anette Wesemann wenden.

Wagener setzt auf

Lieferdienste

Eher ungewiss erscheint derzeit die Zukunft einer ähnlichen Aktion, die Heinz Wagener vom Breitenhagen über das soziale Netzwerk Facebook ins Leben gerufen hatte – „Altenaer helfen Altenaern“, hieß die Gruppe. Es habe mal 15 Helfer gegeben, aber 13 hätten sich nicht mehr gemeldet, berichtet Wagener. Er erinnert an zahlreiche Lieferdienste, etwa der Apotheken und des Edeka-Marktes. Vielleicht sei auch das Stadtmarketing gefragt. „Da könnte man ja etwas bündeln.“ Was nun aber seine Gründung anbelangt, ist Wagener unschlüssig. „Ich weiß nicht, ob und wie es weitergeht.“

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