Wolfewicz legt kräftig nach

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Karsten Wolfewicz ist wahrlich gut gerüstet für die „Schwertzeit“ auf der Burg. ▪

ALTENA ▪ Mit der „Schwertzeit“ wird bald eine neue Veranstaltungsreihe auf der Burg einziehen. Dahinter steht als kreative Kraft Karsten Wolfewicz. Thematisch mag die neue Reihe mit dem Garten der Geschichte verwandt sein, inhaltlich und inszenatorisch aber keineswegs.

Den Garten der Geschichte, wie er dem Publikum in der Burg Holtzbrinck begegnet, versteht sein Begründer als einen Stoff für den ernsten Rahmen. „Da stehe ich dann im Rollkragenpulli“.

Die Schwertzeit auf der Burg aber soll „nach Eisen riechen“, verspricht Wolfewicz einen Griff ins pralle Leben der dramaturgischen Möglichen. Dann wird er Halbrüstung anliegen und einen derben Lederpanzer, ein Schwert führen als käme er geradewegs aus der Schlacht von Worringen, die für den heimischen gehörige Bedeutung hatte. Welche, das sollen die Besucher der Schwertzeit ab März an jedem zweiten Mittwoch abends auf der Burg erfahren.

Im Eröffnungsjahr des Burgaufzuges will Wolfewicz auch auf der Wulfsegge etwas „Handfestes“ vorweisen, um das Erlebnis eines Burgbesuches zu erweitern und intensiver zu machen. Viele Initiativen liefen derzeit an, berichtet der Künstler; die wolle er ergänzen und zusätzliche Impulse setzen. „So ein Projekt wie der Aufzug braucht Ziele, auch wenn es kleine Ziele sind in Nischen.“

Er verspricht eine „kantige Begegnung im Festsaal der Burg oder am offenen Feuer im Hofgarten. Hinzu kommt ein Schuss Lyrik und höfische Lebenskultur bei Brot und Wein.“ Die Besucher sollen „Geschichte mit allen Sinnen genießen, mit einer Gegenwärtigkeit und Tiefe, die schaudern macht“ – wer Wolfewicz Talente kennt, weiß, dass das keine hohlen Worte sind. Auf der Burg werde der Akzent auf guter Unterhaltung liegen. „Mit dem Programm“, sagt Wolfewicz, „kann ich einem Japaner erklären, wer wir sind.“

Während bei der „Schwertzeit“ zunächst die Grafen von der Mark im Mittelpunkt stehen, wird es bei anderen Themenabenden um Hartman von Aue und Iwein gehen, um Walther von der Vogelweide, eine Winterreise zu Parzival oder es wird eine „Späte Audienz“ mit weiteren Bezügen zur Grafschaft Mark geboten. ▪ tk

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