Neue Toilettenanlage steht kurz vor ihrer Fertigstellung

Burg Holtzbrinck: Seit einem Jahr wird umgebaut

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Michaela Wortmann und Roland Balkenhol vor einem Provisorium: Die Tür zum Garten wird saniert und dabei so umgebaut, dass sie sich elektrisch öffnet.

Altena - Eine kleine Premiere gab’s am Freitag von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt in der Burg Holtzbrinck: Die Quiggs waren die ersten Nutzer der neuen Künstlergarderobe. Zwar wirkt die an der ein oder anderen Stelle noch etwas improvisiert - „aber das wird“, verspricht Architektin Wortmann.

Im Kaminzimmer wirken die Maler, Restauratoren arbeiten die schöne Holzvertäfelung im alten Treppenhaus auf und Fensterbauer sind dabei, Vorsatzfenster vor die alten Sprossenfenster zu setzen. „Wir haben alleine vier verschiedene Schreiner im Einsatz“, berichtet Roland Balkenhol, Abteilungsleiter Bauen in der Stadtverwaltung.

Während die Zusammenarbeit mit denen gut funktioniert, ist Balkenhol auf die Handwerker, die die Lüftungsanlage programmieren sollen, nicht gut zu sprechen, weil sie auf sich warten lassen. Es gibt deutschlandweit keine Handvoll Firmen, die das machen, Balkenhol hat schon beim Burgaufzug schlechte Erfahrungen gemacht: „Das sind die Diven auf den Baustellen“.

Auf Fenstern und Türen liegt gerade ein Hauptaugenmerk. Die Tür zum Park zum Beispiel ist ausgebaut. „Die wird aufgearbeitet“, berichten Balkenhol und Wortmann. Das meint in diesem Fall deutlich mehr als nur ein bisschen neue Farbe: Auf der Gartenseite ist demnächst der Haupteingang zur Bürgerburg, die Tür muss deshalb barrierefrei sein. Sie öffnet deshalb bei Bedarf elektrisch. Direkt hinter der Tür finden Burg Holtzbrinck-Besucher demnächst den Aufzug, der in das erste Stockwerk führt.

Hier arbeitet ein Restaurator: Holzteile im alten Treppenhaus werden fachgerecht aufgearbeitet und repariert.

„Der Auftrag dafür ist vergeben“, berichtet Balkenhol. Er rechnet damit, dass der Einbau spätestens im Januar erfolgt. Eine alte Holztür führt seit eh und je vom alten in das neue Treppenhaus. Sie erfüllte keinerlei Brandschutzauflagen und musste deshalb erneuert werden. „Das wird man nicht sehen“, verspricht die Architektin – die neue Tür wird genauso aussehen wie die alte.

Die fand übrigens an anderer Stelle Verwendung und führt jetzt zum Behinderten-WC. Das ist bis auf zwei Verkleidungen fertig, auch die anderen Sanitäranlagen können bald in Betrieb gehen – „Ende November vielleicht“, hofft Balkenhol. Das ist deshalb ein wichtiger Termin, weil dann Bauabschnitt Nummer zwei beginnen kann. Dann verschwinden die alten Toiletten, an deren Stelle ein Cateringbereich entstehen soll.

Nach dem Umbau soll die Bürgerburg nämlich auch für Feste und Seminare genutzt werden können. Die dafür erforderliche Technik wird gleich mit eingebaut. Los ging’s in der Bürgerburg vor über einem Jahr, eigentlich sollte der Umbau längst abgeschlossen sein. Wie lange es jetzt noch dauert, dazu wollen Wortmann und Balkenhol nichts sagen. Trotz der laufenden Arbeiten konnten bisher alle Veranstaltungen wie geplant und ohne Einschränkungen stattfinden.

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