Ministerium adelt Burg-Gymnasium

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Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper (M.) neben seinen Kollegen Tim Prepens (l.) und Thomas Linnemann im Kreis von Schülern der Jahrgangsstufe 9. Die Europaschule begründete eine Comenius-Schulpartnerschaft. ▪

ALTENA ▪ Manche Schulen warten jahrelang auf den Zuschlag, vom Schulministerium in den erlauchten Kreis des Comenius-Förderprojektes aufgenommen zu werden. Deshalb war die Freude am örtlichen Burggymnasium (BGA) groß, als gleich der erste Antrag Zustimmung in Düsseldorf fand.

„Wir gehen damit sofort eine neue, unsere dann dritte Schulpartneschaft mit dem Simonas Daukautas Gymnasium in Vilnius, Litauen, ein“, freute sich Oberstudiendirektor Hans-Ulrich Holtkemper.

Die bereits als Europa-Schule zertifizierte Einrichtung an der Bismarckstraße wird in den Jahren 2014 bis 2015 am „GD Bildung und Kulturprogamm für lebenslanges Lernen“ teilnehmen. Schülerinnen und Schüler der neunten Jahrgänge tragen das Projekt, begleitet werden sie dabei von ihren Lehrern Tim Prepens und Thomas Linnemann. Die waren auch schon, verstärkt durch den Kollegen Dr. Reinhard Koch, in Litauen vor Ort und haben erste Kontakte geknüpft.

Dass sie freundlich aufgenommen wurden, sei mehr als Formsache gewesen, sagen die beiden Pädagogen. Sie stimmten mit ihren Kollegen aus dem Baltikum eine Partnerschaft „auf Augenhöhe“ ab, die neben intensivem Sprachunterricht hüben wie drüben auch ganz konkrete Lernziel-Projekte beinhaltet. Dazu gehören zum Beispiel das Erarbeiten von Landschafts- und Regionsführern des jeweiligen Gastlandes. „Dazu werden unsere Schüler auch intensiv litauisch lernen, obwohl die Arbeits- und Begegnungssprache englisch ist“, so Tim Prepens.

Beide Seiten erhoffen sich „völlig neue Blickrichtungen auf die jeweilige Partnerstadt, ihre Stärken und Möglichkeiten“ und sehen darin auch eine Entwicklung in Sachen Berufsfindung. Die wird bekanntlich am Burggymnasium durch verschiedene Projekte (unter anderem mit dem Kreis Junger Unternehmer, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer und der Arbeitsagentur) sowieso groß geschrieben.

Die Litauer, die an ihrer Schule auch das Fach deutsche Sprache anwählen können, werden im Herbst in Altena erwartet. Ein Gegenbesuch von etwa zwei Dutzend Burgstädter-Gymnasiasten ist dann im Frühjahr des kommenden Jahres geplant.

Die Kontakte kamen über private Beziehungen von Dr. Reinhard Koch in Richtung Baltikum zustande. Besonders erfreut zeigten sich Holtkemper und Kollegen, dass die Begegnung voll inhaltlich und auch finanziell aus Düsseldorf gefördert wird.

Lebenslanges Lernen, daran ließen weder die drei Lehrer, noch die Vertreter der Düsseldorfer Bewilligungsbehörde Zweifel aufkommen, werde wichtiger denn je. Gut, knapp 1700 Kilometer trennen Vilnius und Altena. Aber in Zeiten von Internet, Facebook und Co. sei auch das „Herausforderung und Ansporn, etwas dauerhaft zu bewegen“, hieß es bei der Vorstellung. ▪ Von Johannes Bonnekoh

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