Neue Promenade sorgt für Langsamkeit

+
Stadt und Polizei untersuchten die Verkehrsflüsse auf der Lenneuferpromenade.

ALTENA - Der Umbau der Lenneuferstraße hat unter anderem dazu geführt, dass langsamer gefahren wird: Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die das Altenaer Ordnungsamt durchgeführt hat.

Eine Woche lang wurde der Verkehr mit zwei mobilen Geschwindigkeitsmessgeräten überwacht, die gleichzeitig die Fahrzeuge zählten. Die ermittelten Daten wurden gespeichert und ausgewertet. Rainer Hoffmann vom Ordnungsamt zog eine positive Bilanz. Denn die Veränderung der Straßenführung im Zuge der Errichtung der Lennepromenade hat offensichtlich dazu geführt, dass die motorisierten Verkehrsteilnehmer langsamer als vor dem Umbau unterwegs sind. Die an einigen Stellen mit leichten Schikanen versehene Straßenführung hat den ermittelten Daten zufolge bremsende Wirkung.

Rund 28 000 Fahrzeuge wurden in den Zeitraum registriert. Die für die Bewertung entscheidende Größe bilden die 85 Prozent von Autos und Zweirädern, die am langsamsten unterwegs waren. Und für diese 85 Prozent gilt, dass keiner von ihnen schneller als 35-Stunde-Kilometer gefahren ist. Für Hoffmann ist das ein absolutes „Top-Ergebnis“. Etwa 1800 Fahrzeuge waren mit 40 bis 50 Stundenkilometern unterwegs, 300 mit 50 bis 60 Stundenkilometern. Das war allerdings durchweg während der verkehrsarmen Zeit in den Abend- oder Nachtstunden, also dann, wenn wenige Fußgänger in den Bereich unterwegs sind, die durch Raser gefährdet werden könnten. Ausreißer mit rund 90 Stundenkilometern gab es auch – aber das waren Einsatzfahrten von Polizei oder Feuerwehr.

Im untersuchten Zeitraum waren 13 013 Fahrzeuge in Richtung Markaner unterwegs, 15 260 fuhren von dort aus in Richtung Pott-Jost-Brücke. Das entspricht durchaus dem Verkehrsaufkommen, das vor dem Umbau herrschte, sagte Hoffmann. Die Ergebnisse bedeuten keineswegs einen Freifahrtschein für Auto- und Zweiradfahrer, aber für das Ordnungsamt bedeutet das, dass keine zusätzlichen Maßnahmen jenseits der bisher üblichen Radarkontrollen ergriffen werden.

von Bettina Görlitzer

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare