Neue Pfarrerin - doch sie bleibt nicht ewig

Willkommen in den evangelischen Gemeinden! Pfarrer Dr. Sadrack Dijokou, Rainer Nowak, Dan Ossenberg-Engels, Pastor Wolfgang Kube und Presbyter Carsten Menzel (von links) begrüßen die neue Pfarrerin Anke Leuning.
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Willkommen in den evangelischen Gemeinden! Pfarrer Dr. Sadrack Dijokou, Rainer Nowak, Dan Ossenberg-Engels, Pastor Wolfgang Kube und Presbyter Carsten Menzel (von links) begrüßen die neue Pfarrerin Anke Leuning.

Es gibt Verstärkung für die drei evangelischen Kirchengemeinden in Altena, Nachrodt und Wiblingwerde: Doch die neue Pfarrerin bleibt nicht ewig.

Altena/Nachrodt – Die drei evangelischen Kirchengemeinden Altena, Nachrodt und Wiblingwerde bekommen Unterstützung. Am Montag trat Pfarrerin Anke Leuning ihren Dienst an. Für ein Jahr wird sie die drei Gemeinden auf dem Weg zur Regionalgemeinde begleiten und pastorale Aufgaben übernehmen.

Die 60-Jährige blickt auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Gemeindearbeit zurück. Ihre Entscheidung, im Rahmen eines sogenannten „pastoralen Diensts im Übergang“ nach Altena zu kommen, hat sie bewusst getroffen. „Nach so langer Zeit als Gemeindepfarrerin wollte ich noch einmal eine neue Herausforderung. Ich habe mich ziemlich schnell dafür entschieden“, erzählt Anke Leuning. Ihre Hauptaufgabe wird es sein, den strukturellen Prozess hin zur Regionalgemeinde inhaltlich zu begleiten.

Pfarrer: „Arbeit war einfach zu viel“

Schon lange war die Pfarrstelle für die Region ausgeschrieben gewesen. Aus verschiedenen Gründen konnte sie allerdings lange nicht besetzt werden. „So sagte ein gewünschter Bewerber ab, mit weiteren Bewerbern passte es von Seiten der Gemeinden nicht. Die Belastung für die Pfarrer Wolfgang Kube und Dr. Sadrack Dijokou war in den vergangenen Monaten riesig.

Vor allem Dijokou kam an seine Grenzen: „Es war einfach zu viel. Die Arbeit in Altena und Wiblingwerde konnte eine Person nicht schaffen. Deswegen bin ich an die Superintendentin herangetreten und habe um Hilfe gebeten. Frau Leuning ist für mich ein Segen“, erklärte Sadrack Dijokou. Die Landeskirche machte es schließlich möglich, eine Stelle im Rahmen des pastoralen Diensts im Übergang zu schaffen.

Seelsorgerin soll beim Zusammenwachsen helfen

Leunings Aufgaben werden klar geteilt sein. Neben ihrer Tätigkeit als Seelsorgerin in den drei Gemeinden wird sie überwiegend den strukturellen Prozess hin zur Regionalgemeinde begleiten und vorantreiben. „Wir versprechen uns davon, dass wir uns als Regionalgemeinde weiter entwickeln und daraus resultierend eine neue Stellenausschreibung verfassen können, die noch klarer und damit attraktiver ist“, erklärte Carsten Menzel, Presbyter in Altena.

Anke Leuning wird nun ein Jahr lang in den drei Gemeinden arbeiten, danach wird sie die Regionalgemeinde definitiv verlassen. Sie selbst dürfte sich auf die Stelle auch nicht bewerben.

Regionalgemeinde: „Fingerspitzengefühl gefragt“

„Mir ist wichtig, dass ich nicht mit einem vorgefertigten Konzept komme. Ich werde mir jetzt erst einmal einen Überblick verschaffen und dann gemeinsam mit dem Arbeitskreis Ideen und konkrete Maßnahmen entwickeln, wie wir den strukturellen Prozess der Region mit Leben füllen“, betont die neue Pfarrerin. Ein erstes Treffen habe bereits virtuell stattgefunden.

Strukturelle Veränderungen kennt Anke Leuning gut. In ihrer mehr als 30-jährigen Berufserfahrung in Bielefeld und Dorsten hat sie einige große Veränderungen in den Gemeinden mitgemacht und vorangetrieben. Sie weiß, dass viel Fingerspitzengefühl gefragt ist. „Wir glauben fest daran, dass uns eine Sicht von außen in dem Prozess guttun wird“, erklärt Carsten Menzel.

Ziel: gemeinsam denken, gemeinsam arbeiten

Und auch Pastor Wolfgang Kube hofft, dass der Prozess so nun einen neuen Schub bekomme: „Ich würde mir wünschen, dass wenn ich 2025 in den Ruhestand gehe, die Arbeit in der Region funktioniert und es einfach selbstverständlich ist, gemeinsam zu denken und zu arbeiten.“ Das möchte auch Anke Leuning: „Jetzt können wir noch gestalten. Die Zeit sollten wir nutzen.“

Auch in der katholischen Pfarrei St. Matthäus gibt es eine Stelle neu zu besetzen. Doch ein neuer Pfarrer wird nicht kommen, wenn Ulrich Schmalenbach geht.

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