Neue Möglichkeiten mit der Feuerwehr-Drehleiter

Die neue Drehleiter hat einen kippbares Kopfende. Jetzt kann sie auch an der Burg überall hin gesteuert werden.

ALTENA - Die neue Drehleiter der Feuerwehr ist seit einigen Wochen in Betrieb und zur Zeit an vielen Stellen im Stadtgebiet zu sehen – und das ganz ohne Sirenengeheul. Wachabteilungs-Führer Stefan Zlobinski, an der Bachstraße 59 für den Fahrzeugpark und die Fahrzeugtechnik zuständig, erklärt warum: „Alle Hauptamtlichen üben den Umgang mit dem Gerät.“

Im Grunde hat sich am Fahrzeug-Aufbau des 16 Tonners gegenüber dem Vormodell nicht viel geändert. „Doch aktuell haben wir viel mehr Technik und Möglichkeiten“, so Zlobinski. Die Drehleiter sei das tägliche Arbeitsgerät der 18-köpfigen hauptamtlichen Mannschaft, zu der übrigens auch zwei Frauen gehören. „Damit muss jeder so sicher wie im Schlaf umgehen“, sagt der Fachmann. Nur Übung mache – wie in anderen Bereichen auch – den Meister, gäbe die nötige Sicherheit.

In dieser Woche war beispielsweise der Burgberg ein Ziel der Trainingsfahrten. Weil viele Anwohner oft zu großzügig parken, entwickelte sich das Rangieren die Fritz-Thomeé-Straße hinauf oft zum Gedulds- und Millimeterspiel. „Ich denke mal, viele stellen ihr Fahrzeug ab und gehen ins Haus. Das wir im Falle eines Einsatzes zügig hier rauf fahren müssten und dann auch der Stressfaktor eine Rolle spielt, das wird ausgeblendet“, so Udo Winter, Chef der hauptamtlichen Kräfte.

Er wurde in den letzten Tagen immer wieder auf die Präsenz der neuen Leiter im Stadtgebiet angesprochen. „Oft kritisch und spöttisch“, wie er sagt. Auch der erfahrene Feuerwehrmann sagt aber: „Mit der Drehleiter ist es, wie mit jedem Handwerksgerät. Nur wenn es alle sicher und optimal führen und bedienen können, passieren keine Pannen.“ Einen Kritiker habe er sogar einfach stehen lassen. „Das war unglaublich, was der zu sagen hatte“, so Winter.

Auf der Burg an der Wulfs-egge eröffnen sich den Rettern der Wehr mit der Drehleiter völlig neue Möglichkeiten. Weil das Endstück der Leiter jetzt kippbar ist, können Gebäudeteile „angefahren“ werden, die bisher nur mit Steckleitern zu erreichen waren. Und so übten die Wachabteilungen zum Beispiel auch, direkt hinter dem Friedrichstor die kleinen Fenster des dortigen Ablegers der Jugendherberge anzufahren. „Da war schon einiges Rangieren nötig. Aber, wir kommen hin“, freute sich Stefan Zlobinski. „Ein Pluspunkt für die Sicherheit.“

von Johannes Bonnekoh

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