Wechsel im Seniorenheim: Bewohner rappen für scheidende Leiterin

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Der Bewohnerchor des Seniorenheims rappt in der Kirche.

Altena – Petra Winkler heißt die neue Leiterin des Ellen-Scheuner- und Perthes-Hauses. Sie übernimmt von Christa van der Beck, die an ihrer Verabschiedung nicht teilnehmen konnte.

„Sie sind die richtige Frau am richtigen Platz.“ Wilfried Koopmann, Vorstand der evangelischen Perthes-Stiftung, kamen diese Worte leicht über die Lippen. Sie waren an Petra Winkler (53) gerichtet, die am Freitag in einem Gottesdienst in der Lutherkirche offiziell in ihr Amt als neue Leitung des Ellen-Scheuner-Hauses in Altena und des Perthes-Hauses in Nachrodt eingeführt wurde. 

Wermutstropfen in dem von Superintendent Klaus Majoress als derzeit amtierenden Perthes-Stiftungsvorsitzenden geleiteten Gottesdienst: Die bisherige Leiterin Christa van der Beck musste eine Teilnahme an dieser Veranstaltung krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Sie habe nämlich in mehr als 30-jähriger Tätigkeit für das Pertheswerk „deutliche Spuren hinterlassen“, sagte Majoress. Er  wünschte ihr neben „Gottes reichem Segen auch Zeit und Muße für die Dinge, die sie jetzt gerne erledigen möchte“. 

Bewohner singen für van der Beck

Schade, dass Christa van der Beck nicht in der Lutherkirche war. Denn Kantor Johannes Köstlin hatte für „diesen besonderen Tag“ etwas Außergewöhnliches vorbereitet. „Wir haben im Ellen-Scheuner-Haus einen Chor, der regelmäßig donnerstags probt und auf eine Idee von Frau van der Beck zurückgeht. Jetzt geben wir hier in der Kirche einmal eine Kostprobe unseres Könnens.“ 

Nach einem schmissigen „Wir sind Sänger vom Scheuner-Chor und der Schatz im Acker der Gemeinde“, folgte sogar ein Rap. Dazu setzten sich die Senioren, viele davon im Rollstuhl, sogar stilecht dunkle Brillen auf und legten bunte Tücher an. 

Gospel für die "Neue"

Auf  Wunsch von Petra Winkler, die der Ravensberger Schwesterngemeinschaft angehört, sang dann noch Yvonne Waschke von der Orgelempore einen gefühlvollen Gospelsong. 

Amtseinführung: Petra Winkler schüttelt Superintendent Klaus Majoress die Hand. Er fungiert zurzeit als Stiftungsratsvorsitzender der Perthes-Stiftung. Perthes-Vorstand Wilfried Koopmann (l.) und Geschäftsbereichsleiter Ralf Lohscheller (r.) freuen sich über die neue Kraft

Klaus Majoress hatte es nach eigenem Bekunden nicht leicht, „jetzt eine Predigt folgen zu lassen“. Doch der Pfarrer meisterte dies in Gegenwart seines katholischen Amtskollegen Ulrich Schmalenbach souverän. Er dankte an „diesem besonderen Tag“ in der Predigt Christa van der Beck noch einmal „in Abwesenheit“, richtete aber auch aufmunternde Worte an ihre Nachfolgerin, Petra Winkler. „Sie haben besondere Aufgaben vor sich, Sie tragen eine besondere Verantwortung. Wir wissen, Menschen haben Grenzen. Ich gebe ihnen mit auf den Weg, auf Gott zu vertrauen und bin sicher, er wird seine schützende und segnende Hand über Sie halten.“ 

Winkler kennt das Haus

Als er vorne am Altar schließlich Petra Winkler segnete, standen ihr auch langjährige Mitarbeiterinnen zur Seite, die Segenssprüche vortrugen. 

Die „Neue“ ist im Perthes-Werk nicht neu. Sie begann vor 30 Jahren in Altena ihre Arbeit, direkt im Anschluss an ihr Studium. Dann hat sie dort zehn Jahre gewirkt. Mit Sachkompetenz, Fleiß und Einsatz folgten Leitungsstationen in Arnsberg und Iserlohn. 

„Jetzt sind Sie wieder in Altena angekommen“, sagte Ralf Lohscheller als Bereichsleiter der Perthes-Altenhilfe. „Sie sind bereits jetzt – wie es auch Christa van der Beck war – ein Urgestein in unserer Stiftung.“ Er wünschte Winkler gute Nerven für die Zukunft, „weil wir in Altena noch große Baumaßnahmen plane".

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