Dr. Thannhäuser kommt in die Stadt

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, Dr. Maria Thannhäuser, Agnes Goniwiecha (Fachbereich Jugend und Familie) und Stadtkämmerer Stefan Kemper. -  Foto: Keim

Altena - Die Lücke in der kinderärztlichen Versorgung in der Burgstadt wird geschlossen. Dr. Maria Thannhäuser wird im September eine Praxis an der Lennestraße eröffnen.

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein hat die Medizinerin am Freitagnachmittag im Rahmen eines Pressegespräches vorgestellt. „Ich bin froh, dass die Altenaer Kinder jetzt wieder versorgt sind“, sagte der Verwaltungschef. Die Bemühungen, Dr. Thannhäuser in das Altenaer Netzwerk der frühen Hilfen einzubinden, seien bereits angelaufen – auch Kontakte zur übrigen Ärzteschaft sind bereits geknüpft.

Die 39-jährige wird ihre Praxis im Haus Lennestraße 84 beziehen. Dort befinden sich derzeit die Commerzbank und die Räume der AOK. Zuletzt war in den künftigen Kinderarzt-Räumen eine Praxis für Physiotherapie ansässig. Derzeit werden die 140 Quadratmeter großen Flächen umfangreich umgestaltet und an den künftigen Bedarf angepasst. Es entstehen drei Behandlungszimmer und ein kleines Labor. „Wir können bei Null anfangen“, freut sich Dr. Maria Thannhäuser über die Möglichkeiten. „Das ist eine Chance, die man in dieser Form nicht so schnell wieder bekommt.“ Am 15. September soll die Praxis für Patienten öffnen. Die zentrale Lage sei ein Vorteil und die übrigen Wege – zum Beispiel zu den Apotheken – nur kurz.

Dr. Thannhäuser hat in Düsseldorf studiert und promoviert. Danach wechselte sie zunächst nach Wesel an ein Fachinstitut für Asthma und Allergien und schließlich nach Dinslaken an das dortige Vinzenz-Hospital. Ihre letzte Station vor der Burgstadt war dann Plettenberg, wo sie sich erfolgreich auf die Facharzt-Prüfung vorbereitete. Im November vergangenen Jahres erreichte sie dann ein Anruf von Markus Bock, der seine Kinderarzt-Praxis geschlossen hatte. Dr. Thannhäuser entschied sich, ihren Hut in den Ring zu werfen. Diese rechtzeitige Entscheidung für eine Bewerbung habe auch dazu geführt, dass keine Gefahr bestanden habe, die Stelle könne „verfallen“, so der Bürgermeister zum Hintergrund. Der Zulassungsausschuss traf seine Entscheidung dann am vergangenen Mittwoch.

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