Das Haus zum Thema Älterwerden

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Das alte Pfarrhaus (dunkles Gebäude) bildet eine Einheit mit Lutherkirche, Ellen-Scheuner-Haus und Lutherhaus. Ruth Brockhaus, Regina Mehring, Hanna Klischat, Christa Kisser und Dr. Dietmar Kehlbreier skizzierten ihre Vorstellungen über die zukünftige Nutzung. ▪

ALTENA ▪ Die Diakoniestation ist ausgezogen aus dem Alten Pfarramt neben der Lutherkirche. Sie bietet dort nur noch gelegentliche Sprechstunden an. Gemeinsam mit Diakonie und Kirchengemeinde überlegte das Pertheswerk als Eigentümer des Gebäudes, wie das freigewordene Erdgeschoss des Hauses nun genutzt werden kann.

Es soll ein „Haus zum Thema Älterwerden“ entstehen, wie Regina Mehring (Diakonie Mark-Ruhr) gestern sagte. Morgen um 18 Uhr gibt es im alten Pfarrhaus eine Informationsveranstaltung für alle, die sich für den Plan interessieren, das Gebäude in eine Begegnungsstätte für Senioren umzuwandeln.

Was genau in den Räumen passieren soll, lassen die Organisatoren bewusst noch offen. Einzige Ausnahme: Die Betreuungsgruppe für Demenzkranke, bisher im benachbarten Lutherhaus beheimatet, wird dort einziehen – Christa Kisser vom Ellen-Scheuner-Haus wünscht sich schon lange einen eigenen Raum, „weil man da auch mal Dinge stehen lassen kann“. Ein weiterer Vorteil sei die Küche, in der man auch gemeinsam kochen könne.

Noch in diesem Jahr soll es losgehen. Vorher stehen allerdings kleinere Umbaumaßnahmen an. Das Bad muss behindertengerecht werden, an den Kosten dafür beteiligt sich nach Angaben von Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier der Kirchenkreis. Schüler der Hauptschule Rahmede haben sich bereit erklärt, beim Streichen der Räume behilflich zu sein. Kisser: „Darüber sind wir natürlich sehr dankbar“.

Singgruppen, Sitzungen des Seniorenrates, vielleicht eine Selbsthilfegruppe für Angehörige Demenzkranker – vieles sei denkbar in dem alten Gemäuer, in dem einst Pfarrer Walter Kraemer wohnte. Konkretisiert werden sollen die noch vagen Ideen bei dem morgigen Gespräch: Es dient als Auftaktveranstaltung. „Wir wollen mit interessierten Gästen zu ihren Ideen und Wünschen für eine Begegnungsstätte ins Gespräch kommen“, sagte Kehlbreier gestern.

Das Besondere ist die von den Initiatoren angestrebte Vernetzung dreier Institutionen: Diakonie, Pertheswerk und Kirchengemeinde arbeiten mit einander und sorgen dafür, dass das ehrenamtliche Engagement durch Beratungsangebote sowohl aus der stationären als auch der ambulanten Pflege ergänzt werden. Konkret: Ruth Brockhaus, bei der Diakonie langjährige Ansprechpartnerin rund um alle Fragen zur Pflege, sitzt donnerstags von 11.30 bis 16.30 Uhr im alten Pfarramt. Vom unmittelbar benachbarten Ellen-Scheuner-Haus stehen bei Bedarf gerontopsychiatrische Fachkräfte zur Verfügung. ▪ Thomas Bender

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