Finkernagel schafft Platz für Werkzeugbau

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Viel Licht, doppelt so viel Platz wie vorher: Die Mitarbeiter der Abteilung Umformwerkzeuge sahen sich gestern ihren neuen Arbeitsplatz an.

Altena - Nach zehnmonatiger Bauzeit steht die neue Halle der Firma Finkernagel kurz vor ihrer Fertigstellung. Sie bietet auf zwei Etagen mehr als 3000 Quadratmeter Platz.

Im Erdgeschoss wird auf 1600 Quadratmetern ein neues Fertiglager für gezogene Drähte untergebracht, im Obergeschoss steht der Abteilung Umformwerkzeuge ab Mai eine ähnlich große Fläche zur Verfügung.

22 Mitarbeiter des Werkzeugbaus produzieren dann auf 1400 Quadratmetern. Hinzu kommen 160 Quadratmeter Büro, neue Sozialräume und sogar ein Raucherbalkon. Prokurist Wolfgang Brühl und Timo Finkernagel, der Leiter der Abteilung Umformwerkzeuge, machten am Donnerstag deutlich, dass es in diesem Bereich des Unternehmens großen Handlungsbedarf gab.

Deutlich kürzere Transportwege

Zuletzt arbeiteten die Mitarbeiter auf 690 Quadratmetern, die sich auf drei Ebenen verteilten – logistisch alles andere als optimal, wie Timo Finkernagel erklärt: „Die Produktion von Umformwerkzeugen findet auf vielen Bearbeitungsstationen statt und es ist sehr wichtig, diese möglichst dicht aneinander anzuordnen. Die Transportwege sollen durch die neue Ablauforganisation um mehr als 50 Prozent verkürzt werden.“

Timo Finkernagel, Rene Voss, Detlef Jürgens und Prokurist Wolfgang Brühl im neuen Drahtlager.

Auch auf die Verbesserung des Arbeitsumfeldes legte das Unternehmen bei der Planung des Neubaus großen Wert. Große Fenster und Lichtbänder sorgen dafür, dass viel Tageslicht in die Räume fällt und gewährleisten eine optimale Klimatisierung. Die hochmoderne Steuertechnik für Beleuchtung, Heizung und Belüftung steigert ebenso die Energieeffizienz wie die gute Wärmedämmung. Der Neubau hat ein Volumen von 27.000 Kubikmetern, eine 100-Kilowatt-Gastherme reicht aus, um ihn zu beheizen.

Im Untergeschoss steht jetzt ein zusätzliches Drahtlager zur Verfügung. Damit trägt das Unternehmen der Tatsache Rechnung, dass die Kunden nach immer kürzeren Lieferzeiten verlangen. Just-in-Time- und andere besondere Logistikleistungen nähmen ebenfalls weiter zu. Die Halle bietet auch eine zusätzliche Ladestation, was die Verweildauer der Lkw im Betrieb deutlich reduziert.

Neubau ein wichtiger Schritt

Angaben zu den Investitionskosten machte das Unternehmen nicht. Insgesamt sei der Neubau sowohl für das Drahtwerk als auch für die Abteilung Umformwerkzeuge „ein wichtiger Schritt, um mittel- und langfristig die führende Marktposition zu festigen und Kapazitäten auszubauen“, hieß es.

Der Werkzeugbau liegt zwar im Obergeschoss, kann aber über eine Rampe angefahren werden.

Das Familienunternehmen Finkernagel besteht seit 1926. Zurzeit beschäftigt es 92 Mitarbeiter, weitere Einstellungen sind geplant. Die Auftragslage sei gut, teilten Brühl und Finkernagel mit. Das Unternehmen hatte 2000 das Grundstück einer insolventen Nachbarsfirma gekauft, um den Betrieb nach und nach zu erweitern und zu modernisieren. Die Planung dafür liefert Architekt Detlef Jürgens aus Hemer.

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