Kampf gegen massiven Leerstand

Neue Geschäfte für Altenas Innenstadt 

Die Innenstadt Altenas bleibt leer. Der Lockdown wird verlängert.
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Neues Leben für Altenas Innenstadt wird es geben.

Der Kampf gegen die zahlreichen Leerstände in Altenas Innenstadt nimmt fahrt auf. Mehrere Ladenlokale bekommen neues Leben.

Altena - Der Kampf gegen Leerstände im Altenaer Stadtzentrum hat an Fahrt aufgenommen. „Wir haben einige Interessenten und sind in Gesprächen“, sagt die städtische Wirtschaftsförderin Sara Schmidt, die das Förderprogramm zur Innenstadtrettung eng begleitet.

Zur Erinnerung: Das NRW-Heimatministerium hat der Stadt Altena Geld aus dem „Sofortprogramm Innenstadt“ zur Verfügung gestellt. Die von Leerstand und Schließungen betroffenen Städte und Gemeinden sollen unter dem Dach der Landesinitiative „Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-Westfalen.“ mit diesem Sonderprogramm finanziell unterstützt werden.

Ritter-Shop und Geschenke in neuen Räumen

Das „Sofortprogramm Innenstadt“ umfasst vier Interventionsfelder. Von diesen hat die Stadt Altena Fördergelder für den Verfügungsfond „Anmietung“ beantragt. Rund 55 000 Euro sind bereits bewilligt worden. Die Stadt strebt aber an, aus diesem Topf die Fördersumme zu erhöhen. Andere Kommunen im MK hatten deutlich höhere Summe erhalten.

Karlheinz Turner, der an der Lennestraße 71 das Fachgeschäft „Geschenkideen Turner“ betreibt, plant einen Umzug mit seinem Geschäft in das ehemalige Schuhhaus Hüttemeister (Lennestraße 69). Turners Sohn möchte derweil am bisherigen Standort von „Geschenkideen Turner“ einen „Altenaer Ritter-Shop“ eröffnen. Und der Gasthof Spelsberg wird mindestens für die nächsten zwei Jahre im Rahmen dieses Förderprogramms das Ladenlokal an der Lennestraße 26 zusätzlich beziehen und dort unter anderem regionale Gerichte und Getränke zum Mitnehmen anbieten.

Anfrage für frühere Tabakbörse Schlippe

„Es gibt aktuell noch zwei konkrete und außerdem auch einige unverbindliche Interessenten“, sagt Sara Schmidt, aus deren Sicht das Förderprogramm gut angelaufen sei. „Es ist Bewegung in der Sache. Wir hoffen, dass wir mit der erweiterten Förderung noch mehr erreichen können.“

Eine dieser unverbindlichen Anfragen betreffe das Ladenlokal der ehemaligen Tabakbörse Schlippe im Stapelcenter. Mit den Verwaltern des Stapelcenters sei die Stadt weiter „im engen Kontakt“. Das Stapelcenter gilt seit dem Auszug des Toom-Markts 2017 als Problemfall der Altenaer Stadtentwicklung.

Erlesene Tees und Kaffees

Zurück zur Lennestraße: Bei einer der zwei konkreten Interessenten handelt es sich um Christiane Haupt vom Stadtmarketingverein, die im Ladenlokal an der Lennestraße 80 ausgewählte Kaffee- und Teespezialitäten anbieten möchte. Den Vertrag unterschrieben hat Haupt zwar noch nicht, aber das dürfte nach ihren Angaben schon in Kürze der Fall sein. „Ich freue mich schon sehr darauf, das Geschäft zu betreiben“, sagt Haupt, die die Eröffnung für Anfang Mai anpeilt.

Noch befindet sich in dem Ladenlokal das Wollefachgeschäft „Lennewolle“ von Birgit Saleina, die den Laden Ende März schließen wird. Ob Saleina ihr Geschäft an anderer Stelle noch einmal öffnen wird, das lässt sie zunächst offen. „Es lohnt sich einfach nicht“, sagt Birgit Saleina, die auch vom Lockdown betroffen ist. „Corona hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt“, so Saleina. LS

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