Neue Fußgängerbrücke in Altena

Nach Pleiten, Pech und Pannen: Neue Fußgängerbrücke eröffnet

Bürgermeister Uwe Kober (links) und Stadtplaner Roland Balkenhol eröffneten am Donnerstagnachmittag die neue Fußgängerbrücke.
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Bürgermeister Uwe Kober (links) und Stadtplaner Roland Balkenhol eröffneten am Donnerstagnachmittag die neue Fußgängerbrücke.

Nach einigen Pleiten, Pech und Pannen wurde die neue Fußgängerbrücke in Altena eröffnet. Nun ist der Weg frei über die Lenne - und ein wichtiger Baustein für ein weiteres Großprojekt gelegt.

Altena - Was lange währt, wird nicht nur in der Hauptstadt, wo der Flughafen Berlin-Brandenburg wegen Planungsfehlern, technischen Problemen und Baumängeln mit neun Jahren Verspätung in Betrieb genommen worden war, sondern auch in der Burgstadt endlich gut. Um kurz vor 14 Uhr räumten Bürgermeister Uwe Kober (CDU) und Roland Balkenhol am Donnerstag (1. April) mit vereinten Kräften symbolisch den letzten Bauzaun auf der Brücke beiseite und gaben dann das Bauwerk für Passanten endgültig frei.

Ich bin heute zum ersten Mal über die Brücke gegangen – und fand es toll.

Altenas Bürgermeister Uwe Kober

„Wir hatten es so versprochen, dass die Brücke vor Ostern eröffnet wird – endlich dann mal“, betonte Uwe Kober, der bestätigte, dass es beim Bau „viele Schwierigkeiten und viele Probleme“ gegeben hatte.

Aber: „Ich gucke nicht nach hinten, sondern nach vorne. Ich denke, das ist jetzt der erste Schritt, um sicher ans andere Lenneufer zu kommen. Und es ist auch für mich der Start, um zu sagen: In den nächsten ein, zwei Jahren muss es definitiv weitergehen, um auch die Aufenthaltsqualität in der Stadt deutlich zu steigern. Und ich freue mich darauf. Ich bin heute zum ersten Mal über die Brücke gegangen – und fand es toll“, so der Bürgermeister mit Blick auf das Millionen-Projekt Lennepark.

Fußgängerbrücke in Altena: Kleine Restarbeiten sind noch zu erledigen

Nach Angaben von Roland Balkenhol sind die Arbeiten an der neuen Fußgängerbrücke „bis auf kleinere Restarbeiten“ abgeschlossen. Das Wort Rückschläge, die es beim Bau zwischenzeitlich gegeben hatte, wollte Balken ohl aber nicht gelten lassen. „Rückschläge hat es eigentlich nicht gegeben, sondern man musste ein bisschen Geduld mitbringen. Das wussten wir von vornherein. Das hatte die Firma, die den Auftrag bekommen hatte, von vornherein signalisiert“, sagte Balkenhol. Dass man allerdings letztlich so viel Geduld habe aufbringen müssen, damit habe man dann „doch nicht gerechnet“.

Die Brücke wird über die Lenne gehoben: Hier gibt‘s die Bilder

Brücke wird über die Lenne gehoben

Brücke wird über die Lenne gehoben

Der Bauablauf an sich habe ihn keine Nerven gekostet, meinte der Stadtplaner. Aber einiges habe eben länger gedauert als erwartet. „Das fing schon bei der Bohrpfahlgründung an, als das Unternehmen, das die Pfähle gebohrt hat, doppelt so lange gebraucht hat, wie sie selber kalkuliert hatte.

Weil zwischendurch nicht nur der feine Lennekies durchbohrt werden musste, sondern auch mal ein paar größere Felsbrocken. Da haben die sich schon – im wahrsten Sinne des Wortes – die Bohrzähne ausgebrochen. Und das hat sich eigentlich so fortgesetzt mit allem Möglichen“, sagte Balkenhol, der noch in diesem Jahr in den wohlverdienten Ruhestand gehen möchte. Sein Nachfolger Andreas Kisker trat am Donnerstag, passend zur Eröffnung der Brücke, seine neue Stelle bei der Stadt an.

Fußgängerbrücke in Altena: Stahlbau kostet 1,2 Millionen Euro

Die Stahlbaufirma, die die Brücke gebaut habe, sei „in Teilen schlecht organisiert“ gewesen, meinte Balkenhol, „aber das hat mich nicht wirklich Nerven gekostet. Das war einfach lästig. Man brauchte Zeit und man brauchte Geduld. Das hätte alles viel schneller passieren können. Aber es hat uns nicht mehr Geld gekostet.“

Für den Stahlbau sei es bei Kosten von 1,2 Millionen Euro geblieben, davon trägt das Land den Großteil. Noch bevor die Brücke, an deren Enden Hinweisschilder auf die coronabedingte Einhaltung des Mindestabstands hinweisen, offiziell eröffnet wurde, führten Mitarbeiter des Bauhofs unter „Aufsicht“ von mehreren Schaulustigen eine Säuberungsaktion rund um das neue Bauwerk durch. Die schäbigen Graffiti, mit denen sich ein oder mehrere Sprüher schon vor Wochen am Brückenbogen verewigt hatten, aber sind geblieben.

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