Heimatwissen auf lustige Art

Neue Filmreihe rund um die Burg Altena

Szene in der Burg: Friedrich I. wird im Film bei Vorbereitungen für sein prunkvolles Fest von Angelegenheiten eines unbequemen „Bergvolks“ gestört.
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Szene in der Burg Altena: Friedrich I. wird im Film bei Vorbereitungen für sein prunkvolles Fest von Angelegenheiten eines unbequemen „Bergvolks“ gestört.

Heimatgeschichte zum Lernen und Lachen - und im Mittelpunkt die Burg Altena. Dazu gibt es nun eine Film-Reihe.

Altena – Das ehemalige Land Preußen liegt für die meisten Menschen „irgendwo im Osten“ oder „in der Nähe von Berlin“. Dass auch die Grafschaft Mark – und damit weite Teile des heutigen Märkischen Kreises – zum preußischen Territorium gehörten, weiß kaum jemand.

Diese Lücke möchte der Märkische Kreis mit einer kleinen Filmreihe schließen, die bald auf Youtube zu sehen sein wird. „Immerhin ist die Burg Altena die Stammburg der mütterlichen Linie des Hohenzollernhauses“, sagt Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper. „Diese Tatsache zählt ebenso wie die erste Jugendherberge der Welt und der Erlebnisaufzug zu den besonderen Alleinstellungsmerkmalen der Burg Altena.“

Historische mit Augenzwinkern aufbereitet

Die historischen Fakten stehen bei den Filmen nicht im Vordergrund, sondern werden über unterhaltsame Geschichten mitgeliefert. „Unterhaltsames Lernen“ heißt das Stichwort, dem sich Drehbuchautorin Susanne Padberg-Rohlof, Kameramann Ingo Starink und Museumspädaogin Bernadette Lange bei der Umsetzung verpflichtet fühlten. Die Preußenfilme eigenen sich zum Einstieg in das Thema im Geschichtsunterricht, sind aber auch für jeden interessant, der mehr über die preußische Vergangenheit der Region erfahren möchte.

Der erste Film der Reihe trägt den Titel „Wie die Sauerländer zu Bürgerschützen wurden“. Im Mittelpunkt steht Friedrich I., der sich am 18. Januar 1701 selbst zum König in Preußen proklamiert hatte. Dieser interessiert sich wenig für seine westlichen Territorien. Er genießt seinen barocken Lebensstil bei aufwändigen Festen. Interessant wird es für ihn erst, als er hört, dass die fleißigen Märker nicht unvermögend sind.

Schauspieler aus dem MK, Szenen auf der Burg Altena

So erfährt Friedrich von der Nadelproduktion in Iserlohn, „tief im Westen“. Mit Hilfe seiner Staatsdiener entwickelt der König kreative Ideen, die den maroden Staatshaushalt entlasten sollen. In Iserlohn lässt Friedrich I. die erste Bürger-Schützen Kompagnie zum Schutz der Stadt aufstellen. Auf der Burg Altena, Anfang des 18. Jahrhunderts preußischer Garnisonsitz, befördert er invalide Soldaten kurzerhand zur regulären Besatzung.

Für Hauptrollen des Films konnte der Märkische Kreis Schauspieler der Theatergruppe PurVu aus Iserlohn gewinnen. Bernd Nobst als Friedrich I. verkörpert seine Rolle als barocker Herrscher in einer Mischung aus Übertreibung und Augenzwinkern. Altena hat es als Filmkulisse auch schon ins Fernsehen geschafft - für einen viel beachteten Dreiteiler, dessen Buchvorlage ein bekannter Autor schrieb.

Die Hauptszenen des rund zehn Minuten langen Films wurden auf Schloss Melschede in Sundern gedreht. Weitere Drehorte waren das Stadtmuseum Iserlohn und Burg Altena. Den Trailer zum Film gibt es hier. Der Film in kompletter Länge ist ab Freitag, 12. März, auf dem Youtube-Kanal Märkischer Kreis zu sehen.

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