Neue Feuerwache: Stadt plant mit 5,5 Millionen Euro

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Die Rettungs- und Feuerwache entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Altena – 5,5 Millionen plant die Stadt für eine neue Feuerwache ein. Doch moderne Einsatzzentralen kosten  teilweise das Doppelte. Und es gibt weitere Fragen zur Finanzierung.

Wer soll das bezahlen? Das ist nicht die einzige Frage, die sich im Zusammenhang mit der Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans (BSBP) stellt – und die offen bleibt. Der Entwurf macht zu den Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten nämlich keine Angaben. 

Grundsätzlich gilt, dass die Stadt die Kosten für die Feuerwehr alleine tragen muss. Im Moment sind das deutlich über zwei Millionen Euro allein für die laufenden Kosten. 

Einnahmen? So gut wie keine. Löschen lassen muss die Stadt zum Nulltarif, die Einnahmen aus anderen Einsätzen sind gering. Es gibt in NRW eine Feuerschutzsteuer, aus der nimmt Altena pro Jahr etwas mehr als 40 000 Euro ein. Nicht mehr also als ein Tropfen auf den heißen Stein. 

Neue Wache und drei neue Gerätehäuser

Zu den laufenden Kosten kommen für die Umsetzung des BSBP ja noch erhebliche Investitionen für den Bau von drei neuen Gerätehäusern (Evingsen, Großendrescheid, Rahmedetal) und einer neuen Feuer- und Rettungswache hinzu. Für Letztere hat die Stadt in ihrer Finanzplanung bereits Geld vorgesehen: insgesamt 5,5 Millionen Euro für die Jahre 2020 und 2021. 

Ob das reicht, bleibt abzuwarten: Hauptamtlich besetzte Wachen, in denen es auch Küche, Schlafräume und derlei mehr geben muss, kosten in anderen Kommunen auch schon mal deutlich über zehn Millionen Euro.

An den Kosten beteiligen muss sich auf jeden Fall der Märkische Kreis, weil er Träger des Rettungsdienstes ist. Aktuell zahlt er für den dafür genutzten Teil der Wache Miete. 

Wache hat oberste Priorität

Und wann soll das alles passieren? Möglichst bald. Wobei der Planentwurf Prioritäten setzt. Höchste Priorität im BSBP genießt die neue Feuer- und Rettungswache, für die zunächst ein Standort gesucht werden muss. 

Vieles deutet darauf hin, dass sie an der Bahnhofstraße gebaut wird. Es lässt sich daran zweifeln, dass die Freiflächen an der Linscheidstraße für eine moderne Wache reichen. Die nächsten Punkte auf der Prioritätenliste sind die Anschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeuges für das Rahmedetal und Neubauten in Evingsen, Rahmedetal und Drescheid.

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