Neue Feuerwache: So geht's weiter

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Die Feuerwache an der Bachstraße soll ersetzt werden.

Altena – Grünes Licht gab der Rat für den Brandschutzbedarfsplan  - und somit auch für die nächsten Schritte in Richtung neuer Feuerwache.

Der Rat hat am Montag den Brandschutzbedarfsplan beschlossen. Damit geht die Arbeit jetzt erst richtig los: Kreis und Bezirksregierung müssen zustimmen – er sei zuversichtlich und rechne in drei bis vier Monaten mit der Genehmigung, sagte Stadtkämmerer Stefan Kemper. 

Sobald die vorliegt, soll mit der Suche nach einem Standort für die neue Feuer- und Rettungwache begonnen werden. Der Rat ermächtigte die Verwaltung auch, damit einen Gutachter zu beauftragen. 

Während das mit den Stimmen aller Fraktionen geschah, hatte die SPD bei einem anderen Punkt Bedenken und enthielt sich deshalb: Über die Umsetzung des neuen Wachenmodells "zwei plus vier" soll mit dem Personalrat und den Beschäftigten erst dann verhandelt werden, wenn der Standort der neuen Wache feststeht. 

Kritik der SPD

Das sei zu spät, kritisierte SPD-Ratsmitglied Markus Ferber. Es sei abzusehen, dass bis dahin hauptamtliche Feuerwehrleute ausscheiden würden. Bei der Suche nach Nachfolgern müsse man Bewerbern klar sagen können, wie sie zukünftig arbeiten sollen. 

Unter dem Modell zwei plus vier versteht man, dass nachts und an Wochenende nur zwei Hauptamtliche auf der Wache sind, werktags dafür aber sechs. Das bedeutet einen großen Einschnitt – bisher arbeiten die hauptamtlichen Feuerwehrleute in 24-Stunden-Schichten. 

Er wisse, dass die sich abzeichnenden Veränderungen für sehr viel Unruhe sorge, sagte der CDU-Fraktionssvorsitzende Uwe Kober. Lutz Vormann (SPD) wollte wissen, ob die Verwaltung darüber nachdenke, Feuerwehrleute zukünftig nach Besoldungsgruppe acht (statt bisher sieben) zu bezahlen. 

Hollstein: "Personal jetzt nicht kirre machen"

„Es macht keinen Sinn, das Personal jetzt kirre zu machen“, warnte der Bürgermeister. Andreas Hollstein wies auch darauf hin, dass die Umsetzung der beschlossenen Fortsetzung des Brandschutzbedarfsplans zumindest in den wesentlichen Teilen Sache des im kommenden Jahr zu wählenden, neuen Rates und seines eigenen Nachfolgers sein werde. 

Allein der Bau der neuen Wache habe einen Vorlauf von mindestens zwei Jahren. „Natürlich müssen wir auch ein Auge darauf haben, was wir uns leisten können“, sagte Oliver Held von den Grünen, vertrat aber die Auffassung, dass man nicht nur aufs Geld schauen dürfe, wenn es um die Sicherheit der Bürger gehe. Das sei auch nicht passiert, betonte Hollstein: „Das war keine Spardiskussion, das war eine Qualitätsdiskussion“. 

Warten auf Nachrodt

Wie es jetzt weitergeht, hängt auch von der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde ab: Auch da wird über die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans diskutiert, eine interkommunale Zusammenarbeit ist auch in diesem Bereich ist in der Diskussion. „Nachrodt hat daran nach wie vor großes Interesse“, sagte Hollstein nach einem Gespräch mit seiner Kollegin Birgit Tupat.

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