Neue Chancen für Kinder an allen örtlichen Schulen

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Evi Karakouzidou, Erich Reinke, Anne Benscheidt und Gisela Kreinberg (v.l.) vom ev. Jugendreferat Iserlohn.

ALTENA - 110 000 Euro sind eine Stange Geld. Und genau diese Mittel stehen jetzt Kindern und Jugendlichen aus Altena und Nachrodt-Wiblingwerde in besonderem Maße zur Verfügung.

Am Montag stellten Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und der Fachbereichsleiter Soziales, Jugend und Familie, Wolfgang Friess, Evi Karakouzidou, Anne Benscheidt und Gisela Kreinberg vom evangelischen Jugendreferat in Iserlohn im Rathaus vor. Das Trio wird sich ab sofort in allen Schultypen am Ort um die Umsetzung des Bildungs- und Teilhabegesetzes kümmern.

Das Wortungetüm steht für besondere Fördermittel und -möglichkeiten am Bildungssystem. Hierzu gehören unter anderem: Zuschüsse zum Mittagessen in Schulen, Kostenübernahme einer angemessenen und erforderlichen Lernförderung (Nachhilfe), Kostenübernahme von mehrtägigen Klassenfahrten oder eintägigen Ausflügen, der Erwerb des persönlichen Schulbedarfs zum Beginn eines Schulhalbjahrs, die Übernahme von Mitgliedsbeiträgen von Sportvereinen oder kultureller Bildungsträger (Volkshochschule, Musikschule) und die Erstattung von Schülerbeförderungskosten.

Dafür hat Schulsozialarbeiterin Anne Benscheidt 39 Wochenstunden, die sie in allen Schultypen als Beratungskraft einsetzen wird. Kollegin Gisela Kreinberg wird als 12-Stunden-Fachkraft für die Sekundarschule in Nachrodt-Wiblingwerde eingesetzt, Evi Karakouzidou absolviert ihr Anerkennungsjahr als Erzieherin in der Mühlendorf-Grundschule. Befristet ist die Maßnahme zunächst bis Ende 2013. „Wir haben die Eckpunkte festgelegt und im evangelischen Jugendreferat einen kompetenten Partner gefunden“, sind sich Bürgermeister und Fachbereichsleiter einig.

Das neue Team geht jetzt von Schule zu Schule um sich vorzustellen und das Gespräch mit Rektoren, Lehrern und bedürftigen Eltern zu suchen. Alle Gespräche werden vertraulich geführt, ebenso die Hilfen eingefädelt. Beide Partner – also Stadt und evangelisches Jugendreferat – sind sicher, dass Kinder und Eltern von dieser besonderen Betreuung und anschließenden Mittelzuweisung profitieren. „Viele trauen sich nicht, Anträge zu stellen oder wissen gar nicht, was ihnen neben der Grundsicherung oder dem Wohngeld noch für die besondere Förderung ihrer Kinder zusteht. Bitte informieren Sie sich“, wirbt der Bürgermeister. „Es geht um die Zukunft unserer Kinder“.

Das evangelische Jugendreferat betreut bereits die Offene Ganztagsschule (OGS) im Mühlendorf, arbeitet an der Realschule mit und war auch am Burggymnasium aktiv. Geschäftsführer Erich Reinke ist sicher: „Es gibt einen großen Bedarf, und zwar an allen Schultypen. Jetzt sind die Eltern am Zug.“

von Johannes Bonnekoh

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