Neue Brücke am Markaner: Planungsteams vor Ort

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Brückentermin für Fachleute: Gestern fand in Altena ein Kolloquium für 15 Büros statt.

ALTENA - An „Fremde“ gewöhnen sich die Altenaer langsam. Trotzdem erregte eine Menschengruppe, die Montag, 6. Mai, den Bereich Markaner bevölkerte, einige Aufmerksamkeit – wie echte Touristen sahen die Damen und Herren nämlich nicht aus, auch wenn viel in Richtung Burg geknipst wurde.

Ursache für den Auflauf war die neue Brücke, die in Höhe des Markaner geplant ist – eine reine Fußgängerbrücke und damit eigentlich eine überschaubare Aufgabe. Weil es sich aber um ein Bauwerk handelt, das in das Stadtentwicklungskonzept integriert ist und das deshalb auch nach etwas aussehen soll, hat die Stadt einen Wettbewerb ausgelobt. Der wird von dem darauf spezialisierten Büro Wolters und Partner organisiert, gemeinsam suchte man unter den Bewerbern 15 Teams aus, die jetzt konkrete Vorschläge machen sollen.

Üblich ist, dass in der Anfangsphase solcher Wettbewerbe Kolloquien stattfinden. Sie dienen dazu, den Planern vor Ort einen Eindruck von dem geplanten Projekt zu verschaffen und offene Fragen zu beantworten. Das war der Grund für die illustere Runde, sich sich am Montag zunächst im Ratssaal versammelte. Neben den Planern begrüßten Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und Stadtplaner Roland Balkenhol Mitglieder der Jury, Verteter der vier Ratsfraktionen und nicht zuletzt Wilfried Prehm von der oberen Wasserbehörde. Seine Aufgabe ist es, beim Neubau der Brücke auf die Belange des Hochwasserschutzes zu achten.

Hinter verschlossenen Türen wurde den Teams erklärt, worum es geht: Die Brücke erschließt den Bereich zwischen Lenne und Bahngleisen, um die dort geplanten Sport- und Freizeitflächen an die Innenstadt anzubinden. Gleichzeitig soll sie die Erreichbarkeit des Bahnhofs verbessern. Gefordert sind nicht nur Pläne für die Brücke, sondern auch für den Bereich direkt hinter dem Bahnsteig.

Nachdem im Rathaus die Theorie abgehandelt wurde und viele Fragen diskutiert wurden, ging es ans Lenneufer, um den Teams einen Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen.

Viel Zeit haben die Büros jetzt nicht mehr: Die Ideen müssen bis zum 1. Juli eingereicht werden; und am 18. Juli tagt schließlich das Preisgericht, um einen Siegerentwurf zu küren.

von Thomas Bender

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