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Familien kann geholfen werden

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Von: Thomas Bender

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Netzwerktreffen
Zum Netzwerktreffen in der Burg Holtzbrinck konnte Stefanie Schilling (re.) über 30 Teilnehmer begrüßen. Auch das beweist, wie breit „Altena früh am Balll“ aufgestellt ist.  © Bender, Thomas

Familien kann und wird geholfen werden, zumindestens in der Burgstadt. „Altena früh am Ball“ heißt ein Netzwerk, das sich um Kinder von der Geburt bis zur Einschulung und natürlich um deren Eltern kümmert.

Altena - Los geht’s mit einer Willkommenstasche, die Vertreterinnen des Jugendamtes vorbeibringen, wenn ein Kind auf die Welt gekommen ist – eine Geste, die allerdings zu Corona-Zeiten nur eingeschränkt möglich war.

Fast alle Angebote wieder verfügbar

Inzwischen finden die Besuche wieder statt. Darüber informierte Stefanie Schilling vom Jugendamt, als jetzt zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder ein Netzwerktreffen stattfand. Die frühen Hilfen für Familien sind zwar vom Jugendamt erfunden worden, inzwischen ist aber eine Vielzahl weiterer Akteure beteiligt. Dazu gehören Organisationen wie die Caritas, die Kindergärten, die Schulsozialarbeiter – um nur Beispiele zu nennen. Mit im Boot ist seit Mittwoch auch das Jobcenter, das zum Beispiel dann mit „Früh am Ball“ kooperieren kann, wenn es darum geht, alleinerziehenden Müttern und Vätern (Schilling: „Die gibt es tatsächlich auch.“) die Rückkehr ins Arbeitsleben zu erleichtern. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, solche Synergieeffekte zu heben“, sagte Stefanie Schilling nach dem Treffen.

Pekip erst wieder im Dezember

In der Burg Holtzbrinck erklärte sie rund 30 Teilnehmern, was alles schon wieder stattfindet. Die Begrüßungstaschen werden wieder persönlich übergeben und die Eltern-Kind-Gruppen laufen wieder an – nicht nur bei der Caritas, sondern auch in den Sportvereinen. Bis Dezember müssen sich allerdings jene Eltern gedulden, die an einem Pekip-Kurs teilnehmen wollen – die Frau, die für dieses Angebot verantwortlich zeichnet, wurde von der Flut schwer getroffen und ist noch mit dem Aufbau ihres Zuhauses beschäftigt.

„Altena früh am Ball“ bietet darüber hinaus Vorträge und Veranstaltungen zu verschiedenen Themen an und arbeitet dabei eng mit den Kindergärten zusammen. Im Kindergarten Knerling steigt am Samstag, 14. Mai, eine Vater-Kind-Olympiade, am 9. Juni geht es in der Kita St. Matthäus um das Thema Doktorspiele. Zum Überblick über das gesamte Angebot von „Altena früh am Ball“ gelangt man über den QR-Code.

Familienbüro als erste Anlaufstelle

Wesentlicher Bestandteil von „Altena früh am Ball“ ist das Familienbüro, das im Gebäude der Stadtbücherei untergebracht ist. Dabei handelt es sich um ein Angebot der Caritas. Auch dort gibt es in regelmäßigen Abständen Vorträge – der nächste findet am 17. Mai statt und beschäftigt sich mit dem Thema Schreien. Darüber hinaus steht Christiane Frebel dort auch für individuelle Beratungen zur Verfügung.

QR
Dieser QR-Code führt zu den Angeboten © Privat

Wichtig ist allen Beteiligten, dass Hilfen schnell und niedrigschwellig erfolgen. Nicht „das Jugendamt“ wird tätig, sondern zum Beispiel die Erzieherin oder die Kinderärztin. Erfreuliches berichtet Stefanie Schilling über die Reaktion auf deren Vorschläge: „Die meisten Eltern sind gerne bereit, unsere Angebote anzunehmen.“

Das Familienbüro befindet sich neben der Stadtbücherei an der Marktstraße. Es ist dienstags von 14.30 bis 17.30 Uhr und donnerstags von 9.30 bis 12.30 geöffnet. Die Telefonnummer lautet 0 23 52/5 49 67 01. E-Mails sendet man an familienbuero@caritas-altena.de

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