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Netzwerkerin für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt

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Von: Markus Wilczek

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Nina Färber arbeitet als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt.
Nina Färber arbeitet als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. © Agentur für Arbeit

Dass Frauen und Männer am Arbeitsmarkt die gleichen Chancen haben müssen, ist selbstverständlich. Eigentlich. Denn noch immer ist das Kümmern um Familie öfter weiblich, Frauen arbeiten deshalb häufig in Minijobs, in Teilzeit und sind dadurch finanziell nicht unabhängig.

Entsprechend ist auch der Wiedereinstieg in den Job oft mit Hürden und Unsicherheiten verbunden. Um Ratsuchenden den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ebnen, arbeitet Nina Färber als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) bei der heimischen Agentur für Arbeit Iserlohn.

Hinter der etwas sperrigen Jobbeschreibung steckt Beratung für all diejenigen, die nach einer Familien-, Erziehungs- oder Pflegezeit die Rückkehr in den Beruf planen. Die Berufsberaterin sagt: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist immer noch ein großes Thema. Ich treffe häufig Frauen, die in Helferberufen dazuverdienen, sich primär um die Familie gekümmert haben und dann feststellen, dass mit fehlender oder geringer Qualifikation der Wiedereinstieg nach einer langen Abstinenz von der Arbeitswelt ungleich schwieriger ist.“

Erste Ansprechpartnerin für Ratsuchende

Als BCA sieht sich Färber in erste Linie als Lotsin, die erste Ansprechpartnerin ist für Ratsuchende. Sie nimmt sich viel Zeit für das Erstgespräch, für das Herausfiltern der Bedürfnisse, um dann an die Kollegen der Berufsberatung und Arbeitsvermittlung zu übergeben. „Gemeinsam versuchen wir herauszufinden, was die Menschen an Unterstützung brauchen, um in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Das kann eine Weiterbildung sein oder auch eine Teilzeitausbildung, die mit familiären Belangen vereinbar ist. Manchmal lohnt es sich auch, um die Ecke zu denken, zu schauen, wo gesucht wird und mit einer Umschulung ganz neue Wege zu beschreiten“, sagt Nina Färber.

Der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur ist ebenfalls mit im Boot beim Thema Chancengleichheit, wenn es um die Frage geht, wie Arbeitgeber ungelernte Kräfte qualifizieren können, damit ein Einstieg gelingt. Hier greifen geförderte Weiterbildungen. „Für echte Chancengleichheit stehen Arbeitgeber ein, die es Familien durch flexible Arbeitszeiten und familienfreundliche Beschäftigungsmodelle leichter machen, alles unter einen Hut zu bekommen“, sagt Färber.

Über Netzwerke Kontakte herstellen

Voraussetzungen dafür, Beruf und Familie besser zu vereinbaren, seien eine sichergestellte Kinderbetreuung oder – für Menschen mit Pflegeaufgaben – eine verlässliche Unterstützung durch ergänzende Pflegeangebote. Auch diese Aspekte hat eine BCA im Blick. Über ihr Netzwerk steht sie in Kontakt zu Frauen- und Familienberatungsstellen: „Eine meiner Aufgaben besteht darin zu wissen, wo man Unterstützung bekommen kann und diese zu vermitteln.“

Kontakt: Wer an einer Beratung interessiert ist, kann sich gern an Nina Färber von der Arbeitsagentur Iserlohn wenden: Tel.: 02371/905147, E-Mail: iserlohn.bca@arbeitsagentur.de.

Infoveranstaltungen „Zurück in den Beruf“

Die Agentur für Arbeit veranstaltet im Oktober für alle Märker Informationsveranstaltungen zum Thema „Zurück in den Beruf“ in Iserlohn (Donnerstag, 27. Oktober, 10 Uhr, Agentur für Arbeit, Friedrichstraße 59/61) und Lüdenscheid (Dienstag, 18. Oktober, 10 Uhr, Agentur für Arbeit, Christine-Schnur-Weg 1). Die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt Nina Färber und Silke Vorwerk von der Berufsberatung beantworten Fragen und stellen individuelle Möglichkeiten des Wiedereinstiegs vor. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei.

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