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Netzwerk kämpft mit Mut gegen Kinderarmut

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Von: Thomas Bender

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Stefanie Schilling Netzwerktreffen Altena Früh am Ball
Ganz schön schattig: Stefanie Schilling behielt den Mantel an, als sie beim Netzwerktreffen über das Thema Kinderarmut sprach. © Bender, Thomas

Frostige Zeiten sind angebrochen: In der Burg Holtzbrinck war es so kühl, dass viele Teilnehmer eines Netzwerktreffens von „Altena – früh am Ball“ den Mantel anbehielten.

Altena – Das war beinahe schon symptomatisch für eines der Themen, über die sich die Fachleute aus Jugendämtern, Kitas und Wohlfahrtsverbänden in dieser Woche unterhielten: Kinderarmut.

Viele nehmen Hilfen nicht an

Als vor einigen Monaten klar wurde, dass das Thema an Brisanz gewinnt, gründete sich ein Arbeitskreis. Der habe inzwischen drei Mal getagt, berichtete Stefanie Schilling, Mitarbeiterin des Altenaer Jugendamtes. Dabei sei es auch um die Namensfindung gegangen: „Altena stellt sich: KinderarMUT - gleiche Chancen“ – unter diesem Motto steht jetzt die Arbeit. Mut brauche es einerseits, sich des Themas anzunehmen, erklärte Schilling der Runde. Andererseits wolle man den Betroffenen aber auch Mut machen, Hilfen anzunehmen. Das sei vielfach nicht der Fall. So würden mache Eltern noch teure Markenkleidung kaufen, obwohl sie sich das eigentlich nicht leisten könnten. Den Gang zur Kleiderkammer oder ins Carot-Lädchen in der Innenstadt mieden sie: „Das empfinden sie als stigmatisierend“. Dann lieber gar nichts kaufen ...

Frisches Obst für alle in den Kitas

Einige Kindergärten steuern gegen: Sie haben sich aus den Beständen der Kleiderkammer einen Fundus zugelegt, auf den sie zurückgreifen, wenn ein Kind mit kaputten Schuhen oder zu kurzen Hosen in die Kita kommt. Auch um gesundes Essen kümmern sich die Erzieherinnen: In vielen Einrichtungen gibt es Körbe für Obstspenden, deren Inhalt dann unter allen aufgeteilt wird.

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