Der Netter Pott gehört der Freiheit

Spieß Jörg Schütz (li), Kompanieführer Dieter Steinmann und Zugführer Thorsten Schenke überreichten Ralf Hücking den Pott

von Lydia Machelett - ALTENA - Schützenfest, Picknick, Kompaniefeste, Königinnenball und Kränzebinden, all das sind elementare Bestandteile im Kalender eines Altenaer Schützen. Und jetzt gibt es einen weiteren wichtigen und hartumkämpften Termin: Den Kampf um den Netter Pott.

„Die Idee dazu hatte unsere Kompanie Nette“, erinnert sich Zugführer Thorsten Schenke. „Wir wollten etwas Neues machen und die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft auch sportlich fordern“, erklärt er weiter. Entstanden ist die Idee eines Fußballturnieres um den Wanderpokal „Netter Pott“. Am Samstag wurde der Pokal erstmalig vergeben.

Die Trophäe war heiß begehrt und umkämpft. Acht Mannschaften aus allen fünf Kompanien traten im Spiel gegen einander an. Schließlich ging es hier nicht nur um den Pokal, sondern auch um Ruhm, Ehre und ein gewisses Prestige. So kämpften beispielsweise die Rahmeder gegen die „Adlerdiebe“ der Freiheit. Dieses Spiel sorgte auch im Publikum für Aufregung. Schließlich standen sich da zwei Rivalen gegenüber. Jede Mannschaft hatte selbstverständlich ordentlich Unterstützung mitgebracht. Bestehend aus Schützenbrüdern und vor allem weiblichen Fans, die am Rand für Stimmung sorgten.

Besonders umjubelt war die Hofstaat-Mannschaft. Sie glänzte zwar nicht gerade mit spielerischen Höchstleitungen, mauserte sich jedoch bereits nach den ersten Spielen zum Sieger der Herzen. Denn den Hofstaatlern gelang auf dem Feld nicht besonders viel. „Sie sind ein heißer Kandidat auf den Fairplay-Pokal. In der Mannschaft dürfen sogar die Frauen ran. Das ist einfach super“, berichtete Spieß Jörg Schütze, der als Spielführer agierte.

Das Prinzip war einfach: Jeder gegen jeden, ein Spiel dauerte 12 Minuten. Als die Hofstaat-Mannschaft ihr vorletztes Spiel begann, war das Punktekonto noch komplett leer. Und ein Tor zugunsten der Spieler war ebenfalls noch nicht gefallen. Der Fanclub vergrößerte sich jedoch von Spiel zu Spiel. Wer nicht gerade eine Mannschaft seiner eigenen Kompanie auf dem Feld hatte, wurde automatisch Hofstaatfan. Die Mannschaft kämpfte bis zum Abpfiff. Doch die Bilanz blieb überschaubar: Null Punkte, mit einer Tordifferenz von 1:25. Das reichte am Ende für Rang acht und somit dem letzten Platz. Aber der Fairplay-Pokal war ihnen sicher.

Ganz anders lief es für die Spieler der Freiheit Zug 4 Lennestein. Nahezu jedes Spiel dominierten die Hobbyfußballer von Beginn an. Besonders erwähnenswert war die Leistung von Torwart und Kapitän Ralf Hücking, der nahezu jeden Ball hielt. Am Ende war es für die Mannschaft eine sichere Angelegenheit. Der Pott gehört der Freiheit! Als erste Mannschaft gewannen die Schützen des Zugs 4 Lennestein den begehrten Wanderpokal.

Zweiter wurde die Mannschaft aus der Rahmede, vor Mühlendorf zwei und dem Lindenzug. Auf den Plätzen fünf, sechs und sieben folgten die Mannschaften Mühlendorf 1, Kelleramt Zug 4 und dem Gastgeber Netter Jungs. Nach dem großen Erfolg der Turnierpremiere soll der Netter Pott nun jährlich ausgespielt werden.

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