Nettenscheid: Mehr Leben in den Ortsteil bringen

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AK-Redakteur Johannes Bonnekoh im Gespräch mit Christopher Rosenbaum.

ALTENA - Im Stadtbezirk Nettenscheid gibt es keine eigenen Vereine und Verbände. „Wir haben nicht einmal eine Feuerwehr“, scherzt Christopher Rosenbaum. Er ist einer der Eltern, die sich maßgeblich für den Erhalt der Kindertagesstätte auf dem Nettenscheid eingesetzt haben. Resignieren, dass die Einrichtung jetzt im Sommer 2013 doch ausläuft, tut der junge Vater aber nicht. „Wir haben immerhin ein rundes Jahr Zeitaufschub erreicht“.

Jetzt möchte Rosenbaum und mit ihm weitere Anwohner des Nettenscheids ausloten, „wie wir mehr Leben in den Ortsteil bringen können.“ Deshalb laden die Bürger für Donnerstag, 29. November, 19 Uhr, ins Bürgerzentrum ein. Sie suchten im Vorfeld den Schulterschluss mit der Verwaltung und haben auf Vermittlung von Anette Wesemann (Gleichstellungsbeauftragte) und Stadtteilarbeiterin einen „neutralen Referenten gebucht, der uns ein paar Ideen, Anregungen und Informationen geben kann“, so Rosenbaum. Kommen wird ein Mann mit Namen Frösler, der schon einmal in Altena aktiv war. „Soweit wir wissen, hat der Mitarbeiter der Agentur Urbanus auch maßgeblich am Konzept des Generationentreffs Knerling mitgewirkt“, sagt Rosenbaum.

Ihm und seinen Mitstreitern liegt die Wohngegend Nettenscheid sehr am Herzen. „Aber wir haben wohl zu wenig Menschen hier“, sagt der Familienvater noch einmal. Doch wer einmal hier oben Wurzeln geschlagen habe, werde feststellen „schöner kann man nicht wohnen“.

Die Versammlung am 29. November soll nun Ideen bringen, Anregungen liefern, wie jung und alt, besser zusammen wachsen können. Einige Stichworte: Es könnten Computerkurse für Senioren angeboten werden, es könnte ein Repair-Café entstehen wo kleinere Dinge des Alltags repariert werden während die Besucher derweil einen Kaffee oder Tee genießen. Aber auch die Ausrichtung eines kleinen Weihnachtsmarktes, eines Osterfeuers oder die Fortführung der Martinszug-Tradition, die mit dem Weggang des Kindergartens sonst erlöschen würde, könnten Ansätze sein. Rosenbaum und Kollegen hoffen auf einen guten Besuch. „Gemeinsam können wir am Nettenscheid viel bewegen, da sind wir sicher. Auch wenn es vielleicht nur Kleinigkeiten sind, die aber machen das Leben auch schöner.“

von Johannes Bonnekoh

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