Hochseilshow nichts für schwache Nerven

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Gespannte Blicke nach oben: Die waghalsigen Aktionen der Artisten in schwindelerregender Höhe waren die unbestrittenen Hauptattraktion der Alwewo.

ALTENA ▪ „Als die Frau auf dem 42 Meter hohen Turm geturnt hat, habe ich mich nicht getraut zuzuschauen“, gab die Mittfünfzigerin zu. Wie ihr dürfte es vielen anderen Besuchern der Alwewo gegangen sein: Die Hochseilakte über der Lenneuferstraße sorgten für Nervenkitzel.

Mit einem bunten Programm für Kinder und den artistischen Darbietungen lockten die Aktionstage des Stadtmarketing-Vereins am Wochenende viele Schaulustige an. Höhepunkte waren die Hochseilartisten der Familie Traber. Mit einem 40-minütigen Programm brachten die Künstler so ziemlich alle Zuschauer zum Staunen. Die Balance-Artisten kletterten an einem 42 Meter hohen Stahlgittermasten in die Höhe, dessen Spitze sich nahezu auf Höhe des Burghofes befand. Sie balancierten auf einem zwölf Millimeter dünnen Drahtkabel über der Lenneuferstraße und sie fuhren auf einem Motorrad samt Trapez über ein diagonal über die Lenne gespanntes Seil. „Die sind sehr mutig, ganz ohne Netz und doppelten Boden in der Höhe zu turnen“, beschrieb ein Zuschauer seinen Eindruck der Show.

Hochseilshow zur ALWEWO 2012

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Auch die Kinder hatten eine Menge Spaß auf dem Fest, im nostalgischen Karussell, in einem Planschbecken und in gleich zwei Hüpfburgen konnten sie die Nachmittage spielerisch verbringen. Und sogar den Drahtseilartisten konnten sie ein wenig nacheifern, wenn sie sich im Kistenstapeln versuchten oder auf einem (natürlich nur wenig über den Boden gespannten) Seil balancierten.

DJ Murmel und DJ Wurst sorgten am Samstag neben der Live-Band „Ohne Joko“ für Stimmung bis in die späten Abendstunden, ehe ein Höhenfeuerwerk den Schlusspunkt setzte. Gestern Nachmittag lieferten die Dixie Friends die Hintergrundmusik für den sonntäglichen Familienausflug auf Altenas Flaniermeile.

Reichhaltig war auch das kulinarische Angebot entlang der Lenneuferstraße: von der klassischen Bratwurst über die deftige Erbensuppe und knusprige Reibeplätzchen reichte die Palette. Für Abwechslung sorgten einige Anbieter mit internationalen Spezialitäten wie griechischen Souvlaki-Spießen, holländischen Kaassoufflés oder französischen Crèpes. Und vor allem gestern konnten sogar die Eisverkäufer noch ihr Geschäft machen, denn mit den Sonnenstrahlen erwachte bei der Alwewo-Besuchern auch noch einmal die Lust auf die süß-kalte Lerei. ▪ Volker Griese und Nicole Plaska

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